Baugewerbe begrüßt neue Fördermittel für Gebäudesanierung

News , 16.05.2019 , Frank Kessler Baugewerbe begrüßt neue Fördermittel für Gebäudesanierung
Foto: Roland Riethmüller

Bundesbauminister Horst Seehofer kündigte Pläne an, die Gebäudesanierung mit einer steuerliche Förderung zu belohnen. Bisher stand der Klimaschutz im Gebäudebereich zu wenig im Mittelpunkt. Bereits seit Jahren wird über eine entsprechende Förderkulisse debattiert, doch bisher ohne Erfolg. Es ist nun an der Zeit, Taten folgen zu lassen. Aus diesem Grund ist das ein Schritt in die richtige Richtung.

"Die energetische Sanierung des Gebäudebestandes bietet ein riesiges Potenzial, den Ausstoß von CO2 zu reduzieren und somit einen signifikanten Beitrag zum Klimaschutz zu leisten”, erklärt Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB). “Daher können wir die Ankündigungen des Bundesbauministers, die Sanierung von Altbauten steuerlich zu fördern, nur begrüßen." Denn Horst Seehofer hatte kürzlich angekündigt, die Sanierung von Altbauten mit steuerlichen Mitteln fördern zu wollen.

Durch Steuervergünstigungen mehr CO2-Einsparungen

Bisher standen Klimaschutzmaßnahmen bei den Gebäuden eher im Hintergrund. Dabei können durch Steuervergünstigungen 3,39 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden. Wenn die Förderung 20-30 Prozent beträgt, können rund ein Viertel der Einsparungen im Gebäudebereich anfallen. Jetzt heißt es, diese Chance auch zu nutzen. Seit Jahren wird bereits über das Thema diskutiert. Den Worten müssen nun Taten folgen. Dass die energetische Sanierung von Gebäuden jetzt durch das Kabinett gestärkt werden soll, ist lobenswert. Zum Klimakabinett gehören Bundeskanzlerin Angela Merkel und mehrere Bundesminister. Es werden Vorschläge erwartet, wie Deutschland seine Klimaschutzziele einhalten kann. Hinter der Altbausanierung steckt ein großes Potenzial zur CO2-Reduzierung. Mit der Sanierung von Häusern könne man den CO2-Ausstoß um rund zwei Drittel verringern.

Schwierigkeiten bei der Umsetzung der Fördermittel für Gebäudesanierung

Der Umsetzung steht allerdings Bundesfinanzminister Olaf Scholz im Weg. Im geplanten Haushaltsentwurf für das Jahr 2020 ist eine steuerliche Förderung zur Gebäudesanierung nicht vorgesehen. Bereits im Jahr 2019 wurde dieser Punkt überhaupt nicht berücksichtigt. Der Koalitionsvertrag zur Sanierung von Gebäuden ist aber eindeutig. Nur durch eine Steigerung der Energieeffizienz können die Klimaschutzziele erreicht werden. Allerdings geht die energetische Sanierung nicht schnell genug voran. Pro Jahr liegt die Sanierungsrate nur bei einem Prozent. Dies müsse unbedingt verdoppelt werden. Die Zahl der Befürworter der steuerlichen Förderung ist groß. Es darf gehofft werden, dass diese schnell kommt.