News, 10.03.2017, Frank Kessler

Baustoff Glas liegt voll im Trend

Baustoff Glas liegt voll im Trend

Foto: Roland Riethmüller

Die Glasindustrie folgte im Jahr 2016 dem Trend der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. 9,4 Mrd. Euro Umsatz können verzeichnet wird, das ist ein Plus von 2,4 Prozent. Der Spitzenreiter hierbei ist die Glasfaser-Branche mit einem Wachstum von über 10 Prozent. In manchen Bereichen gab es jedoch auch Einbußen, so beispielsweise im Bereich der Flachglashersteller. Insgesamt ist ein Anstieg des Auslands- und Inlandsumsatzes zu beobachten.

Die bisherige Bilanz der Glasindustrie für 2016 zeigt ein positives Ergebnis. Insgesamt kann ein Umsatz von 9,4 Milliarden Euro verzeichnet werden. Das entspricht einem Wachstum von 2,4 Prozent. Das erste Halbjahr 2016 zeigte bereits einen Anstieg im Inlandsumsatz an. Dieser setzte sich im zweiten Halbjahr weiter fort. Der Inlandsumsatz stieg um 0,5 Prozent und lag somit bei 5,61 Milliarden Euro. Der Auslandsumsatz konnte sogar ein Plus von 5,2 Prozent verzeichnen. Ein Anstieg ist ebenfalls bei der Anzahl der Mitarbeiter mit einem Plus von 0,2 Prozent zu sehen.

Glasindustrie freut sich über den Trend zur Verwendung von Glas

Die vorläufige Gesamtbilanz für 2016 spricht für sich. Der positive Trend, der das erste Halbjahr bestimmte, konnte im zweiten Halbjahr weitergeführt werden. Dabei konnten die meisten Segmente ein positives Ergebnis verzeichnen. Den Spitzenplatz belegt die Glasfaser-Branche mit einem Wachstum von 10,9 Prozent. Ein ebenfalls großen Zuwachs konnte außerdem die Spezialglasindustrie verzeichnet. Dort beträgt das Plus 6,9 Prozent und führte zu einem Gesamtumsatz von 1,45 Milliarden Euro.

Anders sieht es bei den Flachglasherstellern aus. In diesem Bereich ist insgesamt ein Minus von 2,9 Prozent zu beobachten, wobei eine Diskrepanz zwischen In- und Ausland herrscht. Der Auslandsumsatz ist mit 9,3 Prozent deutlich angestiegen, während der Inlandsumsatz um 13,8 Prozent gesunken ist. Positiven Umsatz kann ebenfalls der Bereich der Flachglasveredler verzeichnen. Eine leicht negative Bilanz weist hingegen die Hohlglasindustrie mit einem Minus von 2,1 Prozent und einem Gesamtumsatz von 2,33 Milliarden Euro auf.

Positive Stabilität der Glasindustrie

Dr. Frank Heinricht ist der Präsident des Bundesverbandes Glasindustrie. Er ist der Meinung, dass die Zukunftsfähigkeit des Werkstoffes Glas einen großen Beitrag zur insgesamt stabilen Lage der Glasindustrie beiträgt. Er verweist auf den großen Einfluss von Glas in ambitionierten Projekten wie der Hamburger Elbphilharmonie, in der Glas in der Fassade eine große Rolle spielt.

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