Bauzinsen so niedrig wie zuletzt vor 50 Jahren
Foto: KfW
Die Höhe der Bauzinsen in Deutschland ist derzeit unter die magische 3-Prozent-Grenze gesunken und hat damit einen historischen Tiefpunkt erreicht. Und ein Ende dieser Talfahrt ist erst mal nicht absehbar. So kann man aktuell bei passender Bonität und Eigenkapitalquote Hypothekendarlehen so günstig aufnehmen wie zuletzt vor 50 Jahren. Dafür ist die EU-Schuldenkrise verantwortlich.
Die derzeitige EU-Schuldenkrise beschert den deutschen Hausbauern oder auch Käufern so niedrige Zinskonditionen wie seit 50 Jahren nicht mehr. Im Moment liegen die Bauzinsen unter der 3 Prozent Marke. Einige Institute vergeben ihre Hypotheken sogar mit Zinsen von 2,8 Prozent, wenn die entsprechenden Bedingungen des Kreditnehmers stimmen. Dieser „freie Fall“ der Bauzinsen ändert sich täglich und ein Ende dieser Situation ist nicht absehbar. Je länger die Finanzierung angelegt ist, desto attraktiver wird auch der Bauzins. Bei einem Zeitraum von fünf Jahren können die Zinsen sogar schon unter 2,4 Prozent liegen.
Der potenzielle Kreditnehmer profitiert im Moment ganz klar von der EU-Finanzmarktmisere. Weil große institutionelle Investoren vorsichtiger geworden sind, fließen viele Gelder in Bundesanleihen. Die Rendite ist hier aber bei zehnjährigen Bundestiteln auf unter zwei Prozent gedrückt worden. Baugeld richtet sich dagegen nach der Rendite deutscher Schuldentitel. Diese sind zuletzt ziemlich stark ins Wanken und Rutschen geraten, was somit auch automatisch die Reduzierung der Zinsen für Baugeld nach sich zieht.
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