News, 14.06.2017, Roland Riethmüller

Deutliche Qualitätsmängel bei Sanitärprodukten

Deutliche Qualitätsmängel bei Sanitärprodukten

Foto: Roland Riethmüller

Wenn mangelhafte Produkte verbaut werden, ist das doppelt ärgerlich, denn der Aus- und Wiedereinbau kostet Zeit und Geld. Doch wie sieht es wirklich in der SHK-Branche aus? Eine aktuelle Umfrage bringt nun erhebliche Qualitätsmängel zu Tage. Dabei sind vor allem Sanitärprodukte “vor der Wand” Anlass zu Mängelrügen. Heizungen dagegen bieten selten Anlass zur Beanstandung.

Nachdem schadhafte Produkte in der SHK-Branche immer mal wieder thematisiert wurden, hat jetzt die Unternehmensberatung Querschiesser 671 SHK-Fachbetriebe nach ihrer Erfahrung befragt. Das Ergebnis ist erschreckend: mit 60 Prozent bestätigen über die Hälfte der Handwerker demnach, mangelhafte Produkte geliefert bekommen zu haben. Nur für 40 Prozent der Installateure sind schadhafte Produkte überhaupt kein Thema.

Sanitärprodukte besonders häufig Anlass zur Mängelrüge

Besonders problematisch scheinen die Produkte des Warenbereichs “Sanitär vor der Wand” zu sein. Bei den Befragten entfallen insgesamt 54,8 Prozent der Mängelrügen auf diese Sparte. Fast immer geht es dabei um Materialmängel und Transportschäden. Am anfälligsten scheint dabei die Sanitärkeramik zu sein, sie ist in 29,9 Prozent der Fälle Anlass zur Mängelrüge. Doch auch die Sanitärarmaturen sind zu 11,6 Prozent oft mangelhaft. Duschabtrennungen, Badmöbel, WC-Sitze, Badewannen und Spiegel liegen nur im kleinen einstelligen Prozentbereich.

Der zweitgrößte Bereich mangelhafter Produkte ist die “Wärmeverteilung und Wärmeübertragung” mit 18,3 Prozent. Vor allem die Heizungspumpen enttäuschen in 9,6 Prozent aller dokumentierten Fälle durch kurze Lebensdauer. Doch auch einige kaputte Ventile sowie Beulen in den Heizkörpern geben Anlass zu Mängelrügen.

Geringe Defekte bei Heizungen

Bei der “Wärmeerzeugung” gibt es in 7,7 Prozent aller Fälle Anlass zur Beanstandung, dabei vor allem bei der Regelung und den Regelungsteilen. Wenig Beanstandungen gibt es dagegen bei den “Rohrinstallationen”. Nur 3,0 Prozent der Mängelrügen befassen sich mit Undichtigkeiten oder gelegentlichen Elektronikdefekten bei Durchlauferhitzern.

Kosten dürfen weitergereicht werden

Beruhigend ist dabei lediglich, dass durch das neue Bauvertragsrecht auch eine Lösung für die Ein- und Ausbaukosten von mangelhaften Produkten erzielt wurde.

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