News, 07.04.2017, Frank Kessler

Energieberater tragen maßgeblich zur Energiewende bei

Energieberater tragen maßgeblich zur Energiewende bei

Foto: KfW-Bildarchiv / Jens Steingässer

Wer ein zukunftsorientiertes Energiesystem möchte, braucht auch entsprechende energieeffiziente Gebäude. Deshalb gehören die Energieberater zu den wichtigsten Unterstützern der Energiewende. Durch ihren direkten Kontakt zu den Bauherren können sie dazu beitragen, die hohen Klimaziele der Bundesregierung zu erfüllen. So zeigen sie auch, wie hoch das Potenzial in den einzelnen Häusern wirklich ist.

"Geht es um die Umsetzung der Energiewende im Gebäudesektor, sind wir ganz klar der Hauptakteur", kommentiert Jürgen Leppig, der Bundesvorsitzende des Energieberaterverbands GIH, die Ergebnisse einer verbandsinternen Umfrage. Die praxisnahe Stimme des GIH müsse daher bei der Ausgestaltung von Förderprogrammen oder Gesetzen stärker berücksichtigt werden. Er betonte dabei, dass die Hälfte aller Maßnahmen des KfW-Förderprogramms "Effizient Bauen und Sanieren" von den Mitgliedern des GIH umgesetzt werden.

Die Arbeit der GIH-Berater bürgt für hohe Qualität

Der GIH leistet eine hervorragende Arbeit, so Leppig. Das zeigt sich auch daran, dass die meisten Vorschläge auch umgesetzt werden. Das Berufsbild des Energieberaters gibt es erst seit rund 20 Jahren. Doch die Hälfte aller Beratet ist bereits seit zehn Jahren auf diesem Gebiet tätig. Leppig teilte weiterhin mit, dass die Stimme des GIH bei neuen Gesetzesvorhaben und bei der Gestaltung von Förderprogrammen mehr Gewicht haben sollte. Dafür zeugen ein hohes Kundenvertrauen und eine fundierte Praxiserfahrung. Leider ist es jedoch so, dass viele politische Entscheidungen nicht im Einklang mit den Bedürfnissen der Bauherren stehen. Das beste Beispiel zeigt die erst kürzlich erfolgte Blockade eines neuen Gebäudeenergiegesetzes durch die CDU/CSU. "Wir hatten uns in der Verbändeanhörung mit guten Gründen klar für die Vereinigung der Energieeinsparverordnung (EnEV) und des Erneuerbare-Energien Wärmegesetzes (EEWärmeG) ausgesprochen", so Leppig in einem Interview.

Was unterm Strich geblieben ist

Letztendlich ist nur Wahlkampfgeplänkel herausgekommen. Eine langfristige und sinnvolle Weichenstellung für die Zukunft ist wieder nicht gegeben. Solche Entscheidungen stehen in krassem Gegensatz zu den von der Politik geforderten Weichenstellung, die ein Gelingen der Energiewende vorsieht. Das setzt allerdings ein Umdenken der Politiker voraus. Schuld daran sind nicht die Energieberater, sondern eher als Opfer zu sehen. Das sehen zumindest die Mitglieder so. Rund 443 Mitglieder haben an der 2016 geführten Umfrage teilgenommen. Die Umfrageergebnisse können auf der Seite des GIH eingesehen werden.

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