News, 16.01.2018, Roland Riethmüller

Fehlerkosten am Bau - wo sie am häufigsten auftreten

Fehlerkosten am Bau - wo sie am häufigsten auftreten

Ob Stuttgart 21 oder BER - Fehlerkosten sind am Bau allgegenwärtig und scheinbar kaum wegzudenken. Doch wo besteht die größte Gefahr für Baumängel und Probleme? Welche Gebäudeteile sind besonders anfällig dafür, im Nachhinein Fehlerkosten zu verursachen? Eine aktuelle Studie geht dieser Frage auf den Grund und hat dabei erstaunliche Ergebnisse zutage gebracht.

Trotz aller deutschen Gründlichkeit kommt es am Bau immer wieder zu hohen Fehlerkosten. Man braucht sich nur mal den Berliner Großflughafen BER als Beispiel anzusehen. Die Kosten ufern aus und eine Fertigstellung ist immer noch nicht in Sicht. Doch auch bei kleineren Bauvorhaben wie Ein- und Mehrfamilienhäusern läuft nicht immer alles nach Plan. Welche Gebäudeteile dabei besonders fehleranfällig sind, hat das Marktforschungsinstitut BauInfoConsult in einer aktuellen Studie ermittelt.

Haustechnik und Fundament verursachen häufig Fehlerkosten

Von den 283 Bauunternehmern und Architekten sehen 39 Prozent die Haustechnik und 38 Prozent das Fundament, bzw. den Keller als größte Fehlerquelle. Durch die hohe Anzahl an Strom- und Wasserleitungen, die im Rahmen der Haustechnik in einem Bauvorhaben installiert werden, ist diese Einschätzung nachvollziehbar. Doch auch beim Bau vom Fundament und dem Keller treten häufiger Probleme auf, die im Nachgang Kosten erzeugen. So reichen falsche Berechnungen oder auch ungewöhnliches Materialverhalten für hohe Folgekosten.

Bauschäden auch bei Wänden, Fenster, Türen und der Wärmedämmung

Aber auch die Innen- und Außenwände führen laut der befragten Bauakteure schnell zu Fehlerkosten. Mit 30 Prozent sind immerhin fast ein Drittel dieser Meinung. Es folgen der Einbau von Fenster und Türen mit 26 Prozent und die Wärmedämmung mit 20 Prozent. Doch auch bei Decken sehen 15 Prozent die meisten Bauschäden beim Bau, die im Anschluss zu Fehlerkosten führen. Bei Böden erwarten noch neu Prozent und bei Treppen sechs Prozent Probleme.