Firmenpleiten in Deutschland und Österreich 2010 gesunken

News , 12.01.2011 , Stephan Gruber Bild zu: Firmenpleiten in Deutschland und Österreich 2010 gesunken
KfW

In Deutschland haben 2010 deutlich weniger Unternehmen Insolvenz anmelden müssen als noch 2010. Eigentlich war für das abgelaufen Jahr eine Steigerung prognostiziert worden. Nach dem Krisenjahr 2009 hatten die Verbände mit noch schlimmeren Auswirkungen auf dem Arbeitsmarkt gerechnet. Nach den aktuellen Erhebungen der Wirtschaftsauskunftei Bürgel ist die Zahl der Insolvenzen im Vergleich zu 2009 um 4,4 % auf 32 280 zurückgegangen.

Dabei herrschen große Unterschiede zwischen den unterschiedlichen Regionen in Deutschland. In einigen Bundesländern stieg die Anzahl sogar. So wurde mit 8,8 % die höchste Steigerung in Berlin erreicht. Insgesamt 1639 Insolvenzanträge musste die Hauptstadt im Jahr 2010 hinnehmen.

Im Westen dagegen hat sich die Situation hingegen ein wenig entspannt. Im Saarland konnte ein Rückgang von 14,1 % auf 341 Insolvenzen verbucht werden.

Deutliche Entspannung kann man auch im Nachbarland Österreich beobachten. Der Kreditschutzverband Austria 1870 hat die Hochrechnungen in seiner Insolvenzstatistik für 2010 bekannt gegeben, dass hochgerechnet 6.366 Unternehmen in die Insolvenz gegangen sind. Im Vergleich zu 2009 bedeutet das einen Rückgang um 7,8% im Alpenland. Von den Insolvenzen waren 23.600 Beschäftigte betroffen, auch das bedeutet einen klaren Rückgang. Im Vergleich zu 2009 waren damit um etwa 16% weniger Arbeitsplätze durch Insolvenzen in Österreich bedroht.