Höhere Tariflöhne für Dachdecker und Gärtner
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Laut Agrar-Gewerkschaft IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) steigt der Stundenlohn zum 1. Oktober für gelernte Gärtner erstmalig auf 7,20 Euro in Thüringen. Ein Vollzeitbeschäftigter im Garten- und Landschaftsbau hat damit monatlich gut 170 Euro mehr in der Lohntüte. Dies sei, so die IG BAU in Thüringen, die erste von insgesamt fünf vereinbarten Lohnsteigerungen. Und auch die Dachdecker erhalten zukünftig 2,1 Prozent mehr Lohn.
Zwanzig Jahre nach der Wiedervereinigung ist mit dem nun ausgehandelten Tarifvertrag ein weiterer entscheidender Schritt für die Lohnanpassung zwischen Ost und West erfolgt. Besonderer Nutznießer der Verhandlungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern sind die Thüringer Auszubildenden im Gartenbau. Die jungen Nachwuchs-Gärtnerfreuen sich über einen kräftigen Lohnzuwachs. Ihre Ausbildungsvergütung im ersten Lehrjahr steigt von bisher 235 auf 300 Euro. Im zweiten Lehrjahr könne ein Azubi, der Mitglied der IG BAU ist, dann mit 380 Euro rechnen. Nach Angaben der Gewerkschaft steige die Azubi-Vergütung im letzten Ausbildungsjahr schließlich auf 440 Euro (statt bisher 367 Euro). Damit soll gerade auch ein Anreiz gegen die stetige Abwanderung der jungen Ostdeutschen gen Westen gesetzt werden.
Auch im Dachdeckerhandwerk konnten sich die Tarifparteien über eine Erhöhung des Tariflohns für Dachdecker einigen. Zum 01. Oktober erhalten daher auch die Dachdecker 2,1 Prozent mehr Lohn. Die von der IG Bau geforderte Lohnerhöhung um 4,8 Prozent konnte nicht durchgesetzt werden. Mit der Einigung sind jedoch der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks, der Arbeitgeberverband der Dachdecker und die Gewerkschaft IG Bau zufrieden.
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