News, 11.07.2018, Frank Kessler

Influencer-Marketing erobert auch die Baubranche

Influencer-Marketing erobert auch die Baubranche

Foto: Roland Riethmüller

Werbung auf sozialen Medien ist keine Neuigkeit. Neu ist allerdings, dass mittlerweile auch Hersteller der Baubranche Influencer-Marketing als Werbung nutzen. Es geht dabei darum, authentische Menschen als Werbeträger zu zeigen, die eine hohe Reichweite auf den Plattformen YouTube, Instagram oder Facebook haben. In einer aktuellen Untersuchung sind nun Hersteller befragt worden, worin genau das Interesse an dieser neuen Werbeform besteht.

Dass auf YouTube und Co geworben wird, ist schon alltäglich geworden. Der Erfolg gibt den Unternehmen, die solche Marketing-Maßnahmen nutzen, sogar recht. Neu ist jedoch, dass sich nun auch die Baubranche dieser Social-Media Plattformen als Werbeträger bedient. Eine Befragung durch die Heinze Marktforschung hat zutage gebracht, dass bereits 15 Prozent der Hersteller aus der Baubranche aktuelle Werbemaßnahmen mit Influencern geplant haben. Rund ein Fünftel der Befragten denkt ebenfalls über diese Maßnahmen nach. Speziell für diesen Zweck investieren die teilnehmenden Unternehmen bereit einen fünfstelligen Jahresbetrag.
Sehr viele Firmen werben auf Social-Media-Plattformen, warum also nicht die Baubranche.

Influencer-Marketing wird mehr von großen Herstellern eingesetzt

Interessant ist dabei zu beobachten, dass je nach Anzahl der Mitarbeiter und Höhe des Umsatzes die Bereitschaft für solche Werbemaßnahmen steigt. Es spielt dabei keine Rolle, wo die Schwerpunkte der Unternehmen liegen. Wichtig ist, dass die Zielgruppe Endkunden sind. Dementsprechend steigen auch die Bemühungen. 90 Prozent dieser Stars auf YouTube und Co sind professionelle Verarbeiter. Sie stellen die Produkte fachmännisch vor. Fachhändler sehen sich ebenfalls gerne vor der Kamera. Als Bühne für Influencer-Marketing dienen zu 98 Prozent Facebook. YouTube kommt auf 88 Prozent. Jedes zweite Unternehmen nutzt auch Instagram. Die Plattformen Twitter und Snapchat spielen nur eine untergeordnete Rolle. An der Heinze Studie nahmen 1.300 Personen aus 1.100 Unternehmen teil. 50 Prozent der Personen kamen aus der Geschäftsführung. Für die Baubranche und deren Hersteller ist das ein neuer Weg, für die Produkte zu werben und an den Verbraucher zu bringen. Diese Plattformen wie YouTube oder Facebook erreichen ein Millionen-Publikum und besser und werbewirksamer kann man seine Produkte nicht vorstellen. Für die Führungskräfte stellt sich hier gleichzeitig ein konjunktureller Frühindikator. Gleichzeitig bieten sich für die Unternehmen hier ungeahnte Möglichkeiten, den Endverbraucher zu erreichen.