News, 01.03.2012, Jennifer Brandt

Meister und Bachelor endlich auf Augenhöhe

Meister und Bachelor endlich auf Augenhöhe

Foto: KfW

Lange Zeit musste das Handwerk damit kämpfen, dass ein Meisterbrief nicht gleichwertig gegenüber dem akademischen Bachelor betrachtet wurde. Gemäß einem Beschluss zwischen Bund, Ländern und Sozialpartnern Anfang Februar konnte dieses Missverhältnis endlich ausgeräumt werden. Ab sofort sind der Meistertitel und Bachelorabschluss gleichgestellt und damit auch gleichberechtigt. Somit kann auch mit der dualen Ausbildung ein angesehener Karriereweg eingeschlagen werden, der dem der Akademiker in nichts mehr nachstehen muss.

Dass man allgemein der Meinung ist, dass ein akademischer Abschluss mehr wert ist als ein rein beruflicher, ist in vielen Branchen weit verbreitet. Allerdings gab es gerade zwischen der Kultusministerkonferenz und dem Handwerk einen Streit um die gleichwertige Behandlung von beruflichen und akademischen Bildungsabschlüssen. Denn in der freien Wirtschaft wurden die Absolventen akademischer Titel gerne mit Vorzug behandelt. Im Allgemeinen war man der Meinung, dass der akademische Grad mehr wert sei als der Meisterabschluss. Dank des aktuellen Beschlusses zwischen Bund, Ländern und Sozialpartnern sind beide Abschlüsse zukünftig aber auf Augenhöhe. So gelten beide Qualifizierungsgrade als Niveaustufe 6 von insgesamt 8.

Professor Wolfgang Schulhoff, Präsident der Handwerkskammer Düsseldorf und des Nordrhein-Westfälischen Handwerkstags zu dem Ergebnis:“ Die jetzt verankerte starke Stellung des Meisters im nationalen Bildungsranking signalisiert, dass tertiäre Bildungswege nicht nur über die Hochschule, sondern auch über die berufliche Bildung möglich sind.“

Dieser Beitrag hat Ihnen gefallen? Dann melden Sie sich doch gleich an zum kostenlosen E-Mail-Newsletter und lassen sich über weitere Neuigkeiten wöchentlich informieren!