News, 28.10.2014, Roland Riethmüller

Mit BIM Großprojekte optimieren

Mit BIM Großprojekte optimieren

Foto: Roland Riethmüller

Während andere Branchen von der Digitalisierung längst überholt wurden, hinkt die Baubranche immer noch hinterher. Experten sind sich einig, dass die gesamte Wertschöpfungskette Bau an den Prozessen nach Building-Information-Modeling (BIM) profitieren würden. Auch die ersten Ansätze zum Risikomanagement der Großprojekte sind ein Schritt in die richtige Richtung, müssen sich jetzt aber in der Praxis bewähren.

Heutige Großprojekte sind extrem komplex und durch die Zusammenarbeit von zahlreichen Akteuren geprägt. Trotzdem werden Prozesse nicht digital gestützt. Da ist es kaum verwunderlich, dass einige Großprojekte in der Vergangenheit vollkommen aus dem Ruder gelaufen sind. „Wir müssen die Digitalisierung des Bauens beschleunigen, um Großprojekte schneller, sicherer und riskoärmer zu realisieren“, fordert Prof. Thomas Bauer, Präsident des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie. Bauer appellierte im Vorfeld der vierten Sitzung der Reformkommission „Bau von Großprojekten“, endlich Building-Information-Modeling (BIM)-Prozesse zu implementieren und Effizienzpotentiale durch die konsequente Ausrichtung der Wertschöpfungskette Bau auf diese BIM-Prozesse zu nutzen. Gleichzeitig kündigte Bauer die Gründung einer Plattform „Digitales Bauen, Planen und Betreiben“ im November mit vielen Beteiligten der Wertschöpfungskette Bau an.

Auch beim Risikomanagement sieht Bauer erste Lichtblicke, die es jetzt auszudiskutieren und dann auszugestalten gelte. Dazu gehöre vor allem die verpflichtende Durchführung von Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen und verbindliche Einführung eines systematischen Risikomanagements zur Identifizierung und Analyse der einzelnen Risiken. Ferner könnte auch die selbstverpflichtende Auflage der öffentlichen Hand zur zwingenden Vorlage eines projektspezifischen Risikomanagements ein Lösungsansatz sein. Bauer schlägt vor, die Optionen zu prüfen und eine gemeinsame Arbeitsgruppe von Bundesfinanz- und –verkehrsministerium zu bilden, um ressortübergreifende Vorschläge schneller umsetzen zu können.

Dieser Beitrag hat Ihnen gefallen? Dann melden Sie sich doch gleich an zum kostenlosen E-Mail-Newsletter und lassen sich über weitere Neuigkeiten wöchentlich informieren!