News, 19.05.2014, Roland Riethmüller

Profis kaufen nicht im Baumarkt

Profis kaufen nicht im Baumarkt

Foto: Roland Riethmüller

Wer kennt die Situation nicht? Unvorbereitet fehlt plötzlich etwas und die Arbeit stockt. Der Anruf beim Fachhandel um die Ecke löst das Problem schnell und einfach. Doch was tun, wenn dieser Weg nicht so einfach möglich ist? Immerhin 37 Prozent der befragten SHK-Installatuere und Bauunternehmer kaufen in diesem Fall im Baumarkt. Über die Theke gehen dabei vor allem Verbrauchsmaterialien, Arbeitsschutz-Zubehör und Werkzeuge.

Was tun, wenn bei auswärtigen Montageeinsätzen plötzlich Material oder Werkzeuge fehlen? Das Marktforschungsinstitut BauInfoConsult hat 362 SHK-Installateure und Bauunternehmer befragt, ob sie in einem solchen Fall einen Bauchmarkt besuchen, wenn der Fachhändler des Vertrauens zu weit weg ist. Das Ergebnis erstaunt kaum: Nur gut ein Drittel der Befragten gaben an, sich unter diesen Umständen einkaufstechnisch auch mal auf Heimwerker-Niveau zu begeben.

Doch aus welchen Gründen wird der oft verhasste Baumarkt dennoch aufgesucht? Allen voran sind es Verbrauchsmaterialien wie Bohrer, Profile oder Schrauben, die von 71 Prozent der SHK-Installateure und 87 Prozent der Bauunternehmer gekauft werden. Zubehör zum Arbeitschutz wie Schutzbrillen oder Handschuhe werden schnell mal auch von 52 Prozent der SHK-Installateure und 61 Prozent der Bauunternehmer erworben. Ferner beziehen 42 Prozent der SHK-Installateure und 60 Prozent der Bauunternehmer benötigte Werkzeuge kurzfristig auch mal im Baumarkt. Danach werden nur noch vereinzelt Bedarfe gedeckt: Jeweils 10 Prozent der SHK-Installateure kaufen Rohre, Leitungen, Fittinge, sowie Gipsbaustoffe im Baumarkt. Lediglich 7 Prozent holen sich gelegentlich Dämmstoffe aus dem Baumarkt. Auch bei den Bauunternehmer ist diese Situation ähnlich: Nur noch 29 Prozent der Bauunternehmer kaufen gelegentlich Gipsbaustoffe im Baumarkt sowie 13 Prozent Dämmstoffe und 8 Prozent Holzbaustoffe.

Damit zeigt sich mal wieder: Obgleich gelegentlich Profis kurzfristige Bedarfe im Baumarkt decken, so bleibt der Fachhandel auf für die Zukunft der wichtigste Bezugsort für Handwerker.

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