News, 27.09.2017, Frank Kessler

Risiko Datensicherheit bei Digitalisierung am Bau

Risiko Datensicherheit bei Digitalisierung am Bau

Foto: Roland Riethmüller

Heutzutage kommt keiner mehr um digitale Anwendungen herum, das gilt auch für das Baugewerbe. So ist die Digitalisierung auch für das Handwerk deutlich von Vorteil. Smartphones und Tablets gewinnen daher immer mehr an Bedeutung bei der Kundenberatung und Zeiterfassung. Doch es gibt auch Gefahren, was die Datensicherheit anbelangt. Vor allem Apps können sich leicht als Datensammler herausstellen und sollten daher mit Bedacht gewählt werden.

Auch im Bauhandwerk setzt man klar auf digitale Anwendungen. Das ist das Fazit einer Veranstaltung der Handwerkskammer für Ostfriesland. So wird besonders auf den Baustellen oder beim Kunden die digitale Technik immer stärker genutzt. Rainer Holtz, Bereichsleiter Entwicklung und Technologietransfer am Bundestechnologiezentrum für Elektro- und Informationstechnik (BFE) Oldenburg erkennt darin viele Chancen. Er sieht vor allem neue Vertriebswege über Online-Shops, bessere Bestellmöglichkeiten und die Anbindung an die sozialen Netzwerke. Das angeschlossene Kompetenzzentrum digitales Handwerk besteht sei 2016 und ist Teil Förderinitiative "Mittelstand 4.0 - digitale Produktions- und Arbeitsprozesse". Es wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.

Mobile Endgeräte sind auch beim Handwerk auf dem Vormarsch

Sowohl bei der Zeiterfassung als auch bei der Beratung von Kunden kommen immer öfter Tablets und Smartphones zum Einsatz. Für die Nutzung dieser neuen Technik gab BFE-Dozent Werner Schmit daher Hinweise und warnte gleichzeitig: "Die Grenzen zwischen Unternehmernetzwerk und dem Rest der Welt sind durchlässig. Die Gefahren werden oft unterschätzt." Denn durch die Apps können reichlich Daten gesammelt werden. Darunter könnten auch sensible Daten sein. Er riet deshalb auf einem Workshop der Handwerkskammer für Ostfriesland, keine kommerzielle Anwendungen wie Facebook oder WhatsApp im betrieblichen Umfeld zu nutzen. Mobile Geräte sollten genauso gepflegt werden, wie der Fuhrpark eines Unternehmens. Das gelte auch für die Entsorgung von Altgeräten. Trotzdem gehören Smartphones und Tablets in die heutige Geschäftswelt dazu und die Bereicherung ist auch beim Handwerk nicht zu übersehen. Wer jedoch mit Vorsicht damit umgeht, braucht sich um die Sicherheit der Daten keine großen Sorgen mehr zu machen.

Die Betriebsberatungen der Handwerkskammern nutzen

Holtz empfahl, im Zweifelsfall die Betriebsberatungen der Handwerkskammern zu nutzen. Denn oftmals verbergen sich hinter der Digitalisierung mehrere Themengebiete. Hierbei können die Beratungsstellen grundsätzlich unterstützen - auch bei der Datensicherheit der mobilen Technik.

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