Smart Building - Intelligente Vernetzung in der Gebäudetechnik

News , 19.11.2019 , Frank Kessler Smart Building - Intelligente Vernetzung in der Gebäudetechnik
Foto: Messe Frankfurt / Jens Liebchen

Die Notwendigkeit, Ressourcen zu schonen, macht ein Umdenken erforderlich. Intelligent vernetzte Gebäude sollen dabei helfen, wirtschaftlicher und sicherer zu werden. Wie die Lösungen aussehen, das zeigt im nächsten Jahr die Weltleitmesse für Licht und Gebäudetechnik in Frankfurt. Auf der Light + Building wird aber auch gezeigt, wie wichtig die Verknüpfung von Technologie und Dienstleistung im Bereich Smart Building ist.

Wenn sicherheitstechnische Systeme miteinander vernetzt werden, so ergeben sich daraus eine Vielzahl an Möglichkeiten. Bereits heute ist es machbar, Gefahrenmeldeanlagen per Fernzugriff zu warten. Vielfach sind diese Systeme auch mit einem personalisierten Zugangskontrollsystemen gekoppelt. Wenn dieses nun mit einer Brandmeldeanlage verknüpft wird, so lässt sich bei einem Alarm sofort feststellen, wer sich noch im Gebäude aufhält. Es gibt jedoch noch weitaus mehr Möglichkeiten, die heute noch Zukunftsmusik sind. Viele dieser Lösungen zeigt die Weltleitmesse für Licht und Gebäudetechnik vom 8. bis zum 13. März 2020 in den Messehallen in Frankfurt. Dabei ist die intelligente Vernetzung der Gebäudetechnik als Smart Building das Hauptthema auf der diesjährigen Light + Building in Frankfurt.

Smart Building bietet mehr Wirtschaftlichkeit und Sicherheit

Wenn die Systeme miteinander vernetzt sind, so zahlt sich das auch ökonomisch aus. Durch die kombinierte Nutzung von Sensoren können wertvolle Daten gesammelt werden. Bewegungsmelder und Brandmelder können so gemeinsam Daten liefern, die auch zur Steuerung der Lüftung genutzt werden können. Damit das auch funktioniert, ist eine gewerkeübergreifende digitale Planung notwendig. Außerdem müssen universelle Standards in allen Betrieben geschaffen werden. Unabdingbar ist auch ein hoher IT-Schutz. Nur so können Cyberattacken verhindert werden. Der Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) freut sich schon auf die Messe im nächsten Jahr. Das Elektrohandwerk steht wirtschaftlich immer noch sehr gut da. Von einer Eintrübung der Konjunktur, wie in anderen Industriezweigen, ist hier nichts zu spüren. Ein Drittel der Betriebe wird in Zukunft sogar noch anwachsen. Das betrifft insbesondere die Gebäude- und Energietechnik.

Zusammenwachsen von Technologie und Dienstleistung

Ein Trend, der sich jetzt schon abzeichnet, wird sich auch in Zukunft weiter fortsetzen: das Zusammenwachsen von Technologie und Dienstleistung. Schon jetzt gehen Überlegungen dahin, in wieweit man Technologien und Dienstleistungen zusammen anbieten kann. Wer zu lange zögert, verpasst den Anschluss. Schon jetzt richtet das E-Handwerk seine Ausbildungsberufe auf die neuen Anforderungen aus. Schon jetzt ist vorgesehen, dass sich ein Informationselektroniker auch mit dem Thema Cybersicherheit in vernetzten Gebäuden auseinandersetzen muss. Smart Building - Die Vernetzung in der Gebäudetechnik ist keine Zukunftsmusik mehr, sondern ein aktuelle Thema, das auf der Light + Building im nächsten Jahr aufgegriffen wird.