News, 10.08.2016, Jennifer Brandt

Smart Home bietet Bauhandwerk neuen Umsatz

Smart Home bietet Bauhandwerk neuen Umsatz

Foto: ArGe Medien im ZVEH

In unserer digitalen Welt wächst die Bedeutung von Smart Homes, in denen sich nahezu alles intelligent miteinander vernetzten lässt. Für das Fachhandwerk im Baugewerbe entstehen damit neue Umsatzchancen. Doch was sind die Kunden zu investieren bereit, und wem würden sie den Auftrag für ein solches Smart Home erteilen? Eine aktuelle Studie bietet sehr aufschlussreiche und vor allem eindeutige Ergebnisse.

Smart Home entwickelt sich bei fortschreitender Digitalisierung zu einem echten Trend-Thema. Doch wie hoch die tatsächliche Bereitschaft zu Smart Home ist, hat kürzlich eine repräsentative Studie des Marktforschungsinstitut YouGov ermittelt. Im Auftrag von COQON wurden von Anfang März 2016 bis Anfang Juni 2016 insgesamt 2.056 Personen befragt.

Smart Home sollte unkomliziert und komfortabel sein

Befragt zu dem Interesse an einem Smart Home zeigt die YouGov-Studie ganz klar auf, dass etwa ein Viertel (74 Prozent) der Deutschen ihr Zuhause gerne intelligent vernetzen würden. Diese Zahl ist durchaus beachtlich, denn eine solche Investition ist nicht unbedingt preiswert. Die Studie zeigt, dass 63 Prozent der Befragten Smart Homes als absolut selbstverständliche Lebensweise sehen und diese für sie so normal sind, wie die Nutzung ihres Smartphones. Wohl auch aus diesem Grund ist die Bereitschaft zu einem Smart Home so extrem präsent.

Gemäß der Umfrageergebnisse ist für 83 Prozent der Befragten die Datensicherheit und der Datenschutz eines der elementarsten Aspekte beim Smart Home.  79 Prozent wünschen sich eine unkomplizierte, einfache Technik, die quasi nebenher mitläuft.

Fachhandwerker gefragt für Smart Home

Fachkräften aus dem Bauhandwerk sichert damit das Smart Home in den nächsten Jahren guten Umsatz. Denn 61 Prozent der Befragten würden die Arbeiten immer an einen Fachhandwerker vergeben, bevorzugt an deutsche Betriebe. Dabei ist die Investitionsbereitschaft relativ hoch. Denn gut jeder Vierte (23 Prozent) wäre bereit, mehr als 2.000 Euro für den Ausbau zum Smart Home zu investieren. Dies sollten die Betriebe also keinesfalls ungeachtet lassen

Beliebteste Bereiche im Smart Home

Für die Befragten ist ziemlich eindeutig, welche ihre bevorzugten Bereiche wären, in die sie investieren möchten. So steht mit 48 Prozent der Aspekt der Sicherheit im Vordergrund. Dabei sind es „Sicherheitslösungen, wie Fensterkontakte, Rauch- und Wassermelder“, die eine wichtige Rolle für die Kunden spielen. Danach folgt das Energiesparen mit 44 Prozent. Dies wünscht man sich durch ein „intelligentes Vernetzen der Heizung“. Immer noch 39 Prozent sehen „Kameras und Alarmanlagen“ als einen wichtigen Aspekt in ihrer Smart Home Planung. Nochmals 39 Prozent finden auch die „Alarmierung der Bewohner oder einer Leitstelle im Notfall“ als wichtig, sowie „Komfortlösungen für Licht, Rolläden, Heizung“ mit 32 Prozent

Bewohnerzahl bringt Aufschluss über Bereitschaft, Einkommen nicht unbedingt

Bei der Betrachtung der befragten Haushalte stellt sich heraus, dass die technische Affinität tatsächlich mit der Zahl der im Haushalt lebenden Bewohner steigt.  Ab zwei Bewohner steigt die Bereitschaft zu einem Smart Home schon immens. Hier sind es 75 Prozent, die sich für dieses intelligente Wohnen entscheiden würden. Bei Haushalten mit bis zu vier Personen sind es dann sogar 81 Prozent. Es zeigt sich, dass im Grunde alle Einkommensgruppen ein starkes Interesse an Smart Homes mitbringen. Lediglich die Höhe der Investitionsbereitschaft schwankt.

Handwerk muss Chance erkennen und nutzen

Und genau hier gilt es für das Bauhandwerk anzusetzen. Denn wer sich in diesem Bereich qualifiziert, der wird in den nächsten Jahren auf jeden Fall vorankommen. Denn wie beim Internet und Smartphone auch, der Weg zum Smart Home ist geöffnet und ein Zurück wird es wohl nicht geben. In Anbetracht der Tatsache, dass die Bürger bereit sind, Geld für den Aus- oder Umbau in die Hand zu nehmen und dieses für Fachhandwerker zu investieren, sollte ein Anreiz sein, sich hier zu positionieren.

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