News, 23.04.2018, Frank Kessler

Smart Home etabliert, trotz Bedenken beim Datenschutz

Smart Home etabliert, trotz Bedenken beim Datenschutz

Foto: Roland Riethmüller

Smart Home ist heute mehr als nur Zukunftsmusik und hat sich schon in etlichen Haushalten regelrecht etabliert. Doch noch immer haben viele Zweifel wegen des Datenschutzes, hat nun eine aktuelle Studie bestätigt. Für manchen Hausbesitzer ist es aber auch einfach nur eine Kostenfrage. Denn die meisten Verbraucher wünschen sich die käufliche Option, Mietgeräte sind weniger interessant.

In den Köpfen vieler Bauherren hat sich Smart Home bereits etabliert. Doch es gibt immer noch Bedenken, was den Datenschutz betrifft. Das ist das Ergebnis der Deloitte Smart Home Consumer Survey, die kürzlich vorgestellt wurde. Überraschenderweise nimmt demnach jedoch die Bereitschaft zum Teilen von Daten zu. Auch sind die Erfahrungen der Nutzer bereits gut bis sehr gut. Hauptsächlich verbreitet sind vernetzte Lautsprechersysteme, intelligente Steckdosen und Schalter sowie Hausnotrufsysteme. Alle Systeme werden durch das Smartphone mittels App gesteuert. "Von einem Boom zu sprechen, wäre noch verfrüht, aber die Verbreitung von Smart Home-Komponenten nimmt zu", bestätigt Dr. Gunther Wagner, Director Technology bei Deloitte. “Insgesamt steigen Akzeptanz und Interesse, wenn auch im Hinblick auf sensible Bereiche wie etwa Türschlösser noch Vorbehalte existieren. Der Kenntnisstand ist bei nahezu allen Altersgruppen deutlich gestiegen.”

Smart Home-Komponenten werden immer interessanter

In Deutschland haben 13 Prozent der Haushalte einen smarten Lautsprecher, sechs Prozent besitzen ein intelligentes Reinigungsgerät und vierzehn Prozent einen Mediaserver. Grundsätzlich haben 20 bis 30 Prozent Interesse an einer Anschaffung eines solchen Systems. In den letzten drei Jahren haben sich diese Systeme deutlich verbreitet. Eine Steigerung von 50 bis 67 Prozent fällt dabei auf Lautsprecher, Leuchten und Thermostate. Mediaserver konnten nur um acht Prozent zulegen und Hausnotrufe stagnieren.

Wer es hat, will es nicht mehr hergeben

Mehr als die Hälfte sind mit der neuen Technik zufrieden. Rund 87 Prozent verwenden diese regelmäßig. Das trifft besonders auf die Verbraucher zwischen 25 und 45 Jahren zu. 56 Prozent der Befragten wünschen sich mehr Komfort. Noch mehr Sicherheit wünschen sich 49 Prozent. Diese Zahlen sind das Ergebnis des wachsenden Informationsstandes. Es gibt aber auch Skeptiker, die auf den Datenschutz und die Sicherheit verweisen. Für ein Drittel ist das Grund genug, auf das Smart Home zu verzichten. Für 38 Prozent ist die Anschaffung jedoch eine Kostenfrage, denn sie finden das System zu teuer.

Steuerung über das Smartphone

Das Smartphone ist die zentrale Steuereinheit für Smart Home. Andere Alternativen werden nicht gewählt. Allerdings verhalten sich die Nutzer gegenüber dem Sprachassistenten eher zurückhaltend. Die meisten nutzen lieber Apps mit Touch-Steuerung. Offene Plattformen sind beliebter als geschlossene Systeme. Mit dem offenen System können die Nutzer das System nach eigenem Geschmack gestalten. Bei der Altersgruppe von 18 bis 44 Jahren sind es 71 Prozent, die einen besonderen Wert darauf legen. Zwei Drittel wollen lieber ein käufliches System erwerben, nur 14 Prozent können sich vorstellen, sich ein gebührenbasiertes Modell oder ein Abonnement zu erwerben.

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