News, 03.09.2017, Frank Kessler

Steigende Attraktivität im Baugewerbe

Steigende Attraktivität im Baugewerbe

Foto: Roland Riethmüller

Das Baugewerbe war lange Zeit als Arbeitgeber nicht besonders attraktiv. Die neuesten Zahlen belegen jedoch, dass die Attraktivität der Branche bei jungen Menschen leicht angestiegen ist. Das ist auch gut so, denn das Baugewerbe ist ein wichtiger Leistungsträger der deutschen Volkswirtschaft und die Unternehmen investieren viel in ihren Nachwuchs. Dass die Karriereaussichten so gut sind, ist vor allem der dualen Ausbildung zu verdanken.

Zurzeit befinden sich 34.000 junge Leute in der Ausbildung. Das Erfreuliche daran ist, dass auch insgesamt die Zahl der Lehrlinge gestiegen ist. So betrug in den alten Bundesländern der Anstieg 1,4 Prozent, das sind 9.721 zusätzliche Lehrlinge. In den neuen Bundesländern stieg die Zahl um zehn Prozent auf 1.723 Auszubildende. Der Hauptgeschäftsführer des deutschen Zentralverbandes Deutsches Baugewerbe (ZDB), Felix Pakleppa, erklärte, dass rund 80 Prozent davon die baugewerblichen Unternehmen in Deutschland ausbilden würden.

Duales Ausbildungssystem sichert den wirtschaftlichen Erfolg

Die Unternehmen investieren jährlich 600 Millionen Euro in die Ausbildung. Die Hälfte davon kommt von einer solidarischen Berufsbildungsumlage. Diese wird von allen Baubetrieben mitfinanziert. Die andere Hälfte wird von den Betrieben selbst übernommen. Pakleppa sagte in einem Interview weiter, dass für die nächsten Bauvorhaben qualifizierte junge Menschen gebraucht werden. Das bundesweit einheitliche System der Fortbildung bietet die besten Aufstiegschancen. Außerdem sind die Mitarbeiter am Bau durch die Tarifrente Bau im Alter abgesichert, die zusätzlich zur gesetzlichen Rente gezahlt wird. Zu verdanken ist das dem dualen Ausbildungssystem, das die Grundlage des wirtschaftlichen Erfolges in Deutschland ist. Hier herrscht die geringste Jugendarbeitslosigkeit in Europa. Aus diesem Grund müsse die Meisterpflicht als Zulassungsvoraussetzung geschützt werden, so Pakleppa weiter.

Nationalteam bestätigt Attraktivität im Baugewerbe

Die steigende Attraktivität beweisen auch die sechs Mitglieder des Nationalteams des Deutsches Baugewerbe aus den Branchen Beton- und Stahlbetonbauer, Fliesenleger, Maurer, Stuckateure und Zimmerer. Sie werden vom 14. bis 19. September zusammen mit 36 weiteren Teilnehmern anderer Gewerke an der Berufsweltmeisterschaft in Abu Dhabi teilnehmen.

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