News, 20.04.2017, Frank Kessler

Steigender Trend zu Smart Home für Best Ager

Steigender Trend zu Smart Home für Best Ager

Foto: Roland Riethmüller

Smart Home Lösungen und smarte Gebäudetechnik sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Auch ein Großteil der Bevölkerung 60plus ist durchaus bereit ist, für solche Lösungen Geld zu investieren. Sie erhoffen sich, länger und aktiver in ihren eigenen vier Wänden bleiben zu können. Dies hat eine aktuelle Studie nachgewiesen, wonach vielen das Intelligente, altersgerechte Wohnen bis zu 100 Euro im Monat wert ist.

Im Alter unabhängig sein - das möchte ein Großteil der Nutzer des sozialen Netzwerkes für Best Ager. Die Studie von Feierabend.de hat ergeben, dass ein Großteil der älteren Bevölkerung keine Angst vor digitaler Technik hat und dass viele von ihnen bereit sind, einen Betrag von bis zu 100 Euro monatlich für Smart Home zu bezahlen. Die sogenannten Best Ager interessieren sich vor allem für neue Techniken, die ihnen das Leben im eigenen Heim erleichtern. Ziel ist es, statt im Altersheim so lange wie möglich zu Hause zu wohnen.

Generation 60plus auf digitalen Wegen

Alexander Wild ist Experte für Seniorenmarketing. Er weiß, dass im Jahr 2050 fast jeder Dritte in Deutschland über 65 Jahre alt sein wird. Aus diesem Grund liegt diese Zielgruppe besonders im Fokus. Doch schon heute kennen sich viele Best Ager mit digitalen Medien sehr gut aus. Ca. 73 Prozent aller Befragten sind im Besitz eines Smartphones und fast 90 Prozent nutzen es auch. Knapp die Hälfte verwenden täglich oder mehrmals pro Woche ein Messenger- oder Chatprogramm. Soziale Netzwerke bieten dieser Altersgruppe ebenso wie jedem anderen, die Möglichkeit, mit Gleichgesinnten zu kommunizieren, Tipps und Tricks auszutauschen oder einfach nur füreinander da zu sein.

Sicherheit an erster Stelle

Smart Home ist für viele Best Ager eine sinnvolle Möglichkeit, ihr Zuhause sicherer zu machen. An erster Stelle steht hierbei der mobile Notruf. Er bietet Sicherheit, auf die Verlass ist. Den zweiten Platz belegen Anwesenheitssimulationen, die Einbrechern vorgaukeln, dass jemand zu Hause sei. Digitale Technik wird auch im Bereich Alarmanlagen und Sturzsensoren gerne gesehen. Allerdings soll neben der Sicherheit auch das Vergnügen einen Platz bekommen. Über 40 Prozent der Best Ager besitzen einen Smart TV mit Internetzugang. Weniger hoch liegt die Quote derer, die Video-Streaming-Dienste nutzen, nämlich bei gerade einmal 20 Prozent.

Smarte Gebäudetechnik noch am Anfang

Im Bereich smarte Gebäudetechnik sind sich Best Ager nicht immer ganz einig. Mehr als 50 Prozent halten die automatische Steuerung einer Heizung für besonders sinnvoll. Weniger sind es dagegen bei der Steuerung für Rollläden und Licht. Am wenigsten angesehen in dieser Alterskategorie ist z. B. eine Kühlschrank-App, die den Inhalt des Gerätes überwacht. Saugroboter, Kochautomaten und Gartenroboter sind ebenfalls noch nicht in dieser Generation angekommen.

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