Verbesserter Klimaschutz durch Brennstoffzellenheizung

News , 31.10.2019 , Frank Kessler Verbesserter Klimaschutz durch Brennstoffzellenheizung
Foto: Zukunft ERDGAS

Einen besseren Klimaschutz verspricht die Brennstoffzellenheizung. Die Bundesregierung plant deshalb eine Förderung beim Heizungstausch. Was dadurch alles möglich ist und wieviel damit eingespart werden kann, diskutierten die Vertreter aus Wirtschaft und Politik auf dem Innovationsforum Wasserstoff und Brennstoffzelle in Frankfurt. Dank der Brennstoffzelle kann der Klimaschutz beim Neubau und beim Bestand erhöht werden.

Für den Erfolg der Energiewende ist auch zwingend eine Wärmewende erforderlich, denn hier steckt das meiste Potential, sagte Andreas Lücke, Sprecher der Initiative Brennstoffzelle und Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der deutschen Heizungsindustrie. Rund sechs von zehn Heizungen seien veraltet. Die Bundesregierung will den CO2-Ausstoß bis zum Jahr 2030 von 119 Millionen Tonnen pro Jahr auf 72 Millionen Tonnen senken. Lücke sagte weiter:"Will die Politik diese Zielsetzung erreichen, so muss die Modernisierungsquote verdoppelt werden.”

Brennstoffzellen sind der richtige Schritt in Richtung Klimaschutz

Durch die Brennstoffzellen gibt es bereits eine Technologie, die im Bestand und beim Neubau für mehr Klimaschutz sorgt. Diese nimmt einen hohen Stellenwert ein und ist eine effiziente Art der Strom- und Wärmeerzeugung. Damit werden gegenüber einer alten Gasheizung knapp 70 Prozent CO2 eingespart. Außerdem sinken die Energiekosten um fast zwei Drittel. Einen entscheidenden Vorteil gibt es auch beim Bestand. Es sind keine aufwendigen Gebäudesanierungen notwendig, denn es fallen lediglich Anlagekosten an. Aus den Zahlen des Bundeswirtschaftsministeriums geht hervor, dass zwischen Sommer 2016 und September 2019 insgesamt 8.933 Förderanträge bewilligt wurden. In diesem Jahr wurden bereits 3.405 Anträge mit einem Fördervolumen von 47 Millionen Euro eingereicht. Das sind 30 Prozent mehr als im vergangen Jahreszeitraum. In diesem Jahr rechnen die Hersteller mit einer weiteren Nachfrage und haben deshalb zwei neue Modelle vorgestellt. Diese haben eine höhere Leistung und eine verbesserte Internetverbindung. Bis zum Ende des Jahres soll ein weiteres Gerät vorgestellt werden. Außerdem ist ein weiterer Anbieter auf dem Markt erschienen. Durch die große Produktvielfalt passt sich dieses Hightechgerät immer mehr den Bedürfnissen der Haushalte an, sagte Kehler, Sprecher der IBZ. Die Brennstoffzellenheizung passt sowohl in ein Einfamilienhaus, als auch in ein Mehrfamilienhaus. Das wäre die Zukunft in den Heizungskellern. Der Einstieg ins Wasserstoffzeitalter für Jedermann wird damit möglich gemacht.