Wahlerfolg der Grünen lässt das Bauhandwerk hoffen
Trianel Power Kohlekraftwerk Lünen GmbH & Co. KG / 2009 besuchte die Bundsvorsitzende der Grünen, Claudia Roth die Kraftwerksbaustelle des Trianel Kohlekraftwerk in Lünen. Links von ihr Sven Becker, Sprecher der Geschäftsführung sowie ganz rechts außen Manfred Ungethüm, Geschäftsführer der Trianel Power Kohlekraftwerk Lünen
Nach den Wahlerfolgen der Grünen stehen die Zeichen in der Bauwirtschaft auf grün. Mit der nun sehr wahrscheinlichen Wende in der Energiepolitik müssen Alternativen geschaffen werden. Dies geht nicht ohne neue Bauvorhaben. Der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der deutschen Bauindustrie, Michael Knipper sagte der Berliner Zeitung: "Weil nun immer klarer wird, dass die Atomkraft deutlich kürzer zur Verfügung steht als geplant, werden wir nicht um den Ausbau fossiler Kraftwerke als Brückentechnologie herumkommen". Aufträge locken Bauindustrie und Handwerk nach seiner Aussage: "Das wird erhebliche Investitionen nach sich ziehen."
So rechnet Knipper gegenüber der Berliner Zeitung mit Investitionen von 35 bis 43 Milliarden Euro bis 2020. Ein Großteil geht davon an die Anlagenbauer wie Siemens und ABB doch bleiben bestimmt allein fünf bis sechs Milliarden Euro für die notwendigen Rohbauten übrig. "Das ist für uns eine Riesenchance", sagte Knipper. Auch vom groß angelegten Umstieg auf die regenerativen Energien, den die Grünen langfristig anstrebten, werde die Bauindustrie erheblich profitieren, sagte Knipper dem Blatt. Dabei gehe es zum Beispiel um den Ausbau des Stromnetzes, der erforderlich sei, um Strom von Windkraftanlagen in der Nordsee zu den Nutzern zu transportieren. Auch bei den Wohnungssanierungen und insbesondere energiesparende Neubauten könnten sich weitere Fördermaßnahmen abzeichnen, denn so Knipper; "Die Grünen streben eine höhere CO2-Reduktion an, und die lässt sich nur durch Neubauten und Sanierungen erreichen."
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