News, 26.08.2013, Frank Kessler

Zu wenig Vertrauen ins Handwerk

Zu wenig Vertrauen ins Handwerk

Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Längst hat das Handwerk erkannt, dass es etwas tun muss, um das Image nach außen zu verbessern. In den letzten drei Jahren ist hier auch einiges vorangetrieben worden, doch zeigt sich der Erfolg nur bedingt. Eine aktuelle Umfrage unter deutschen Bürgern hat nun ergeben, dass die Mehrheit kein ausreichendes Vertrauen in das Handwerk hat.

Das Handwerk hat immer noch mit Image-Problemen zu kämpfen, die es zu widerlegen versucht. Die im Jahr 2010 gestartete Imagekampagne „Das Handwerk – die Wirtschaftsmacht von nebenan“, die von der Interessenvertretung der Deutschen Handwerkskammertag e.V. ins Leben gerufen wurde, scheint die gewünschte Wirkung bis heute nur in Teilen erzielt zu haben. Eine Umfrage ergab, dass immerhin gut 65 Prozent der Bundesbürger nicht oder nur bedingtes Vertrauen in das Handwerk setzen.

Das Hamburger Marktforschungsinstitut MediaAnalyzer hat im April 2013 insgesamt 100 Männer und Frauen im Alter von 20 bis 70 Jahren online befragt, die eine Renovierung oder den Bau eines Hauses planten. Dabei zeigte sich sehr deutlich, dass  das Handwerk offenbar immer noch keinen allzu guten Ruf genießt.

Die Studie zeigt zwar, dass die Befragten durchaus Kenntnis von der Imagekampagne des Handwerks haben, jedoch damit offenbar keinen Bezug im Alltag finden. Die Ergebnisse der Umfrage machen deutlich, dass das Handwerk noch einiges mehr tun muss, um seinen Ruf zu optimieren. So hat gerade einmal ein Viertel der Befragten überhaupt Vertrauen ins Handwerk. 50 Prozent dagegen vertrauen dem Handwerk nur eingeschränkt, immer noch 20 Prozent sogar gar nicht.

Diese Ergebnisse sind alles andere als zufriedenstellend und müssen dringend korrigiert werden. Ob es an der Darstellung der Kampagne und deren Verbreitung liegt oder aber auch an der Qualität der auszuführenden Arbeiten, gilt es zu eruieren. So kann es das Handwerk noch schaffen, bei den Bürgern Punkte zu bekommen.

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