Outsourcing – bringt das wirklich was?
Jeder will ein Stück vom Kuchen, Foto: Dieter Schütz / pixelio.de
In der Beantwortung dieser Frage prallen die Meinungen aufeinander, und wahrscheinlich wird erst die Zukunft entscheiden, ob Outsourcing wirklich etwas bringt. Zumindest hat es dieses Wort im Jahre 1996 geschafft, in die Auswahl zum Unwort des Jahres zu kommen. Aber dafür gibt es auch eine Begründung, die es in sich hat: Dieses Wort gibt der Vernichtung - Auslagerung von Arbeitsplätzen einen seriösen Anstrich.
Wenn die Formen von Outsorcing näher betrachtet werden, dann könnte der Begründung Glauben geschenkt werden. Denn die Ausgliederung in Form von Vergabearbeiten an Fremdfirmen und die damit verbundene geringere Kontrollmöglichkeit über Arbeitsabläufe lassen bei den Belegschaften keine wahre Freude aufkommen. Verringerung der Arbeitsstunden, Entlassungen in den Stammbetrieben lassen die Arbeitszufriedenheit nicht wachsen.
Ob diese Auslagerung von Unternehmensaufgaben an Drittunternehmen sich als positiv erweisen wird – das ist zweifelhaft. Für Outsourcing sprechen die Kostenreduzierungen, die Verkleinerung der Kapitalbildung und die Risikoübertragung auf die Drittfirmen.
Es bleibt abzuwarten, ob dafür die damit verbundenen Nachteile für Arbeitnehmer in Kauf genommen werden. Immerhin gehen einige bisherigen Zuständigkeiten verloren, wie zum Beispiel: Beeinflussung von Vertragslängen, eigenes Know-how, betriebsinterner Datenschutz.
Es wird sich auch zeigen, ob Billiglohnländer die Gewinner von Outsorcing sind, oder ob von diesen Auslagerungen zu Gunsten eigener Arbeitnehmer abgesehen wird.
Die Spezialisten in verschiedenen Ländern stehen in den Startlöchern – stehen eigene Arbeitnehmer bald auf der Straße?
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