Arbeitssicherheit erhöht Attraktivität am Bau

Das Thema Arbeitssicherheit ist in nahezu jeder Branche von großer Bedeutung. Doch gerade in der Bauwirtschaft ist die Notwendigkeit zur Einhaltung der Arbeitssicherheit noch wesentlich größer. Denn insbesondere am Bau sind die Beschäftigten körperlich oftmals starken Belastungen ausgesetzt, was unter Umständen gesundheitlich schwerwiegende Folgen mit sich bringen kann. Um also langfristig attraktive Bedingungen für die Arbeit am Bau zu schaffen, sollte die Arbeitssicherheit von Anfang an groß geschrieben werden.

Die Bundesarbeitsministerin, Dr. Ursula von der Leyen, gab der „BG BAU aktuell“ – das Unternehmermagazin der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) – kürzlich ein Interview, in dem es auch um die Priorität der Arbeitssicherheit ging. Dabei stellte sie klar: „Je höher das Arbeitsschutzniveau auf dem Bau, desto länger können ältere Beschäftigte in ihrem Job bleiben und desto attraktiver werden Bauberufe für junge Menschen.“ Aus diesem Grund muss allen am Bau mitwirkenden Personen, wie Architekten und Bauleiter,  klar sein, dass die Sicherheit von Beginn an gewährleistet sein muss.

Besonders auf Baustellen spielt die Arbeitssicherheit eine entscheidende Rolle, denn hier arbeiten viele Menschen Hand in Hand. Jeder muss sich dabei auf den anderen verlassen können. Denn sobald ein Glied in der Kette aller einen Fehler macht, wird dies jeden einzelnen betreffen können. Daher ist es unabdingbar, dass Sicherheit für alle den gleichen wichtigen Stellenwert haben muss. Um diese Sicherheit jederzeit gewährleisten zu können, gibt es beispielsweise die INQA-Bauen – eine nationale Initiative der Bauwirtschaft mit mehr als 120 Partnern. Diese Kooperationspartner arbeiten auf freiwilliger Basis an dem Projekt mit, welches alle Mitwirkenden vernetzt. Man tauscht sich dabei über die Plattform aus und entwickelt zusammen praxistaugliche Handlungshilfen. Diese wiederum stellen somit unabhängige, branchenweite Qualitätsstandards dar. Betriebe haben durch diese Plattform beispielsweise die Möglichkeit, die Organisation einer Baustelle systematisch zu planen. Dies geschieht mit dem Werkzeug CASA-Bauen. Mit solchen Instrumenten und anderen Praxishilfen soll es den am Bau beteiligten Personen erleichtert werden, sich untereinander auszutauschen und voneinander zu lernen.

Junge Menschen für die Baubranche zu gewinnen, wird immer wichtiger. In den letzte Jahren ist immer stärker zu erkennen, dass der demografische Wandel nicht mehr genug Fachkräfte nachkommen lässt – etwa 63 Prozent der Unternehmen beklagen den Fachkräftemangel. Es ist in der Zukunft nicht absehbar, dass sich in den nächsten Jahren hier großartige Verbesserungen einstellen werden. Umso wichtiger ist es, die Treiber der Jugendliche für die Bauwirtschaft zu verstehen und sie auch durch mehr Arbeitssicherheit für den Bau zu gewinnen. Denn mehr Arbeitssicherheit bildet die Basis für ein längeres Verblieben im Berufsleben. Immerhin ist nachweisbar, dass ab dem 30. Lebensjahr die Gefahr von Übergewicht, Bluthochdruck, chronische Bronchitis, Rückenschmerzen und Gelenkbeschwerden durch die Arbeit am Bau steigt.

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