Berufliche Bildung und Mittelschulen stärker fokussieren

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Foto: Jens Weber / pixelio.de

Spätestens seit der Pisa-Studie ist es amtlich, dass es um die deutsche Bildung nicht gut steht. Der Schreck damals war groß und man hatte sich viele Veränderungen vorgenommen. Auch beim Bildungsprojekt Sachsen 2020 wurden viele Punkte thematisiert, dennoch wurde der Teil der beruflichen Bildung nicht berücksichtigt. So beurteilt es zumindest die Handwerkskammer Dresden. Sie mahnt, dass die fehlende Ausbildungsreife von Schülern durchaus von den Schulen zu verantworten ist.

Die Handwerkskammer Dresden kritisiert, dass sowohl die Schulbildung, sowie auch die Vorbereitung auf die berufliche Bildung vom Land Sachsen nicht stark genug fokussiert werden. Des Weiteren sollten gerade die Mittelschulen auch noch mehr gestärkt werden. Nur so lässt sich langfristig eine nötige Ausbildungsreife der Jugendlichen sicherstellen. Durch unzureichende Ausbildungsreife gehen jedes Jahr wieder viele potenzielle Auszubildende im Handwerk verloren.

Um diesem Punkt in Zukunft mehr Bedeutung zukommen zu lassen, fordert die Handwerkskammer Dresden ein gemeinsames Papier mit den anderen sächsischen Handwerkskammern. Dieses soll dazu beitragen, dass sozial- und leistungsschwache Jugendliche dauerhaft begleitet werden und zwar durch Schulsozialarbeit. Ziel dabei soll es sein, die Schüler erfolgreich dabei zu unterstützen, ihren Abschluss zu erhalten und dabei praxisorientiert zu lernen. Aber auch die Lehrkräfte selbst sollten nach Meinung des Handwerks Hilfe erhalten. Ihnen sollten professionelle Partner wie Logopäden, Psychologen und Sozialarbeiter zur Seite gestellt werden. Das wäre der Weg, die Jugendlichen optimal schulisch zu bilden und auf ihr späteres Berufsleben vorzubereiten.

Ein weiteres Problem, dass unbedingt beseitigt werden musst, ist der hohe Lehrkräftemangel in Sachsen. Die Handwerkskammer Dresden verlangt hier eine stärke Initiative zum Halten von Lehramtsabsolventen. Sie müssen die Attraktivität des Standort Sachsen erkennen können. Ferner sollten auch Quereinsteiger für den Beruf des Berufsschullehrers gewonnen werden. Nur so lässt sich in Zukunft ein ausgewogenes Verhältnis zwischen nötiger Schulbildung und beruflicher Vorbereitung garantieren.

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