Baugewerbe und Handwerk stehen vor digitalem Wandel

News | Frank Kessler | 01.08.2018
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Foto: Roland Riethmüller

Eine aktuelle Befragung zum digitalen Wandel hat gezeigt, dass ein großer Teil der Handwerksbetriebe sich bereits mit der Thematik auseinandersetzt. So kann man durchaus behaupten, dass die Digitalisierung im Handwerk angekommen ist und gewinnbringend eingesetzt werden kann. In der gesamten Wirtschaft stehen die Zeichen auf Wandel, das ist eben auch im Baugewerbe und beim Handwerk nicht anders.

Eine aktuelle Umfrage der Handwerkskammer Oldenburg zeigt, wie die Digitalisierung auch unternehmensinterne Abläufe und die Geschäftsbeziehungen zu den Kunden verändert. Das Motto der Umfrage lautete “Digitaler Wandel im Handwerk". Insgesamt beteiligten sich rund 200 Oldenburger Betriebe an dieser Umfrage.

Hohe Investitionen in die Digitalisierung

So zeigt demnach die Umfrage, dass die Digitalisierung nicht nur Positives mit sich bringt. Zwar macht das Ergebnis auf der einen Seite deutlich, dass viele Unternehmen mit der Umsetzung des digitalen Wandels befasst sind. Es zeigt andererseits aber auch die Hürden auf, die dieser Prozess mit sich bringen. Klaus Hurling, betriebswirtschaftlicher Berater der Handwerkskammer bestätigt, dass in den letzten zwölf Monaten jeder dritte Handwerksbetrieb im Oldenburger Land in die neue Technik investiert hat. Die Investitionsschwerpunkte lagen in den Bereichen Betriebsorganisation und der Neukundengewinnung. Positive Auswirkungen für den Betrieb sehen 32,2 Prozent der Befragten. Nur 0,8 Prozent der Befragten beurteilen die durchgeführten Digitalisierungsmaßnahmen als negativ.

Der Digitalisierungsprozess als Chance

39,4 Prozent der Betriebsinhaber wollen die Digitalisierungsmaßnahmen in den nächsten zwölf Monaten umsetzen. Dabei sind Maßnahmen in den Bereichen Neukundengewinnung, Systemsicherheit und Datenschutz sowie in der Betriebsorganisation geplant. Jeder dritte Betriebsinhaber sieht eine Chance im Digitalisierungsprozess. Ein Risiko sehen lediglich 5,5 Prozent. Auch halten 40 Prozent der Umfrageteilnehmer die neue Technik für sehr bedeutungsvoll für das eigene Geschäftsfeld. Nur ein knappes Sechstel ist der Meinung, dass der Prozess keine oder nur wenig Bedeutung hat.

Fehlendes Know-how hemmt die Digitalisierung

Die Hürden bei der Digitalisierung sehen viele Befragten bei den fehlenden betrieblichen Ressourcen, bei der fehlenden Kompetenz, aber auch bei den zu langsamen Internetleitungen und der Gewährleistung der IT-Sicherheit. 33,5 Prozent wünschen sich mehr Unterstützung beim Wandel. Besonders gefragt sind Angebote zum Thema Systemsicherheit und Datenschutz, sowie bei der Betriebsorganisation. Dabei kennen rund 23,3 Prozent der Befragten die Arbeit des Kompetenzzentrums Digitales Netzwerk für den Bereich Norddeutschland.

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