Telematik hilft bei Disposition in der Bauwirtschaft

News | Frank Kessler | 05.01.2018
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Foto: Roland Riethmüller

Auch wenn die Digitalisierung innerhalb der Bauwirtschaft nicht mit anderen Branchen mithalten kann, sind digitale Telematik-Lösungen auch am Bau längst nicht mehr aufzuhalten. Denn die elektronische Erfassung, Tracking und Verwaltung von Baumaschinen und Baugeräte reduziert Kosten und schafft effiziente Arbeitsabläufe. Dabei dienen die erfassten Daten dazu, automatisch Abweichungen zu erkennen und Alarm zu schlagen. Das steigert die Auslastung und optimiert die Serviceintervalle.

Geht es um Fragen der Fahrzeug- und Maschinennutzung, der dabei entstehenden Kosten und der Effizienz der Einsätze, dann sind Bauunternehmer oftmals vor große Aufgaben gestellt. Dabei können digitale Telematik-Lösungen heute bereits in der Disposition eine Arbeitserleichterung wie auch Kostenersparnis nach sich ziehen, erklärt Martin Steiner von der A1 Digital International GmbH. Denn obwohl die Bauwirtschaft im Bezug auf die Digitalisierung etwas hinterherhinkt, so steigt die Bedeutung auch in der Baubranche. Schließlich kann die digitale Erfassung von Standorten wie auch Einsatzzeiten beispielsweise die Auslastung von Maschinen um zehn bis fünfzehn Prozent verbessern und dazu Wartungskosten von 25 Prozent einsparen. Auch für jegliche BIM-Lösung ist sie eine Grundvoraussetzung, bestätigt Steiner.

Telematik hilft mit Daten zu mehr Effizienz

Fest installierte Telematik-Systeme helfen dabei, in sich geschlossenen Systeme mit GPS-Tracking und auch Betriebsstundenerfassung entsprechende Daten zu erheben. Bis zu komplexen Neun-Achs-Sensoren ist bereits alles für die Baubranche vorhanden. Daten, die mittels Digitalisierung ermittelt wurden, können in Echtzeit aufgezeichnet und die Auswertung über ein Webportal hochsicher mit verschlüsselter SaaS-Lösung umgesetzt werden. Dabei können sich Kunden Daten auch in ihre Kundensysteme exportieren lassen, was rund um die Uhr und unter Einhaltung höchster EU-Datenschutzrichtlinien geschieht. Auch die Einrichtung eines Privacy Portals für den Betriebsrat ist laut Steiner umsetzbar.Die Bauunternehmen profitieren von der Digitalisierung durch eine Auslastungssteigerung der Baumaschinen und einer Optimierung von Serviceintervallen, was wiederum eine deutliche Kostenreduzierung nach sich zieht. Laut Steiner lassen sich so auch Betrug und Missbrauch effektiv verhindern. Der Verwaltungsaufwand wird reduziert und sämtliche Aktivitäten sind nachvollziehbar und lückenlos nachweisbar für interne Kontrollen zur Effizienzsteigerung oder für die Leistungsnachweiserbringung gegenüber Endkunden.

Daten verhelfen zur optimalen Disposition

Das moderne Maschinenmonitoring hilft dem Bauunternehmer, genau zu erkennen, wo welcher Maschinentyp in welcher Anzahl zur Verfügung steht, wie dessen Auslastung ist und ob eine Funktionsbereitschaft gegeben ist. Das ermöglicht eine optimale Disposition für die Baustellen. Bauleiter erlangen zudem genaue Informationen über den Ort und Status von Maschinen und können Einsätze und Betankungen, dazu Wartungsintervalle wie auch TÜV-Zertifizierungen genau planen. Zudem wird die Fahreridentifikation gegenüber beaufsichtigenden Behörden optimal unterstützt.Laut Steiner kann die Digitalisierung sich aber auch als Ausgangspunkt für neue Geschäftsmodelle darstellen - beispielsweise für die nutzungsbasierte Abrechnung bei Vermietung. Dabei können auch kleinere Unternehmen von den Telematik-Lösungen profitieren, da durch Cloud-Architektur die Kosten variabel bleiben und nahezu eine "Losgröße 1" zu gleichen Preisen erzielt werden kann.

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