Erschließung mit BIM: Strabag gewinnt BIM-Preis Bayern 2023

Foto: Matthias Leo

Zum ersten Mal wurde der BIM-Preis Bayern verliehen. Gewonnen hat die Strabag mit dem Erschließungsprojekt Blumenberg in Eichstätt. Dort entsteht auf einer ehemals landwirtschaftlichen Fläche ein neues Wohnbaugebiet mit Einfamilien-, Doppel-, Reihen- und Mehrfamilienhäuser. Im Zuge dieses BIM-Pilotprojekts hat das Unternehmen auch das Kanalnetz auf Grundlage der 2D-Planunterlagen in 3D modelliert und damit den Bauprozess optimiert.

Kürzlich wurde erstmals der BIM-Preis Bayern verliehen. Das BIM-Cluster Bayern, eine Initiative staatlicher, öffentlich-rechtlicher und privatwirtschaftlicher Organisationen und Verbände der Bauwirtschaft in Bayern, zeichnet damit innovative Projekte aus, die auf Digitalisierung und den Einsatz von Building Information Modeling (BIM) ausgerichtet sind. Der diesjährige Preisträger ist die Strabag, die in der Kategorie “Besonderes Engagement in der Unternehmens- und Prozesstransformation” für eine Erschließung in Eichstätt ausgezeichnet wurde.

Strabag setzt beim Tiefbau auf BIM

Bisher wurde dort die Fläche für die Landwirtschaft genutzt. Die Strabag wurde von den Stadtwerken mit den Erschließungsarbeiten für das neue Wohnbaugebiet „Blumenberg West“ mit insgesamt 118 Bauparzellen für Einfamilien-, Doppel-, Reihen- und Mehrfamilienhäuser beauftragt. Der Auftrag im Wert von rund 5,7 Millionen Euro umfasst die Ausführung von Straßenbau- und Kanalbauarbeiten, die Herstellung der Wasser- und Gasversorgung sowie die Verlegung von Kabelleerrohren und Versorgungsleitungen. Damit der Bauprozess optimiert wird, hat sich das Bauunternehmen dazu entschlossen, die BIM-Methode anzuwenden. Im Fokus stand dabei nicht nur die vertiefenden Erfahrungen im modellbasierten Arbeiten, sondern auch die digitale Abrechnung und die Übergabe des Kanalbaumodells im gängigen ISYBAU-Format. Das sorgt zwar für einen höheren Aufwand, dieser wird jedoch durch die generierten Mehrwerte für die Bereiche Einkauf, Bauleitung und Abrechnung kompensiert.

Modellieren und Qualifizieren der Daten nach der BIM-Methode

Im Zuge des BIM-Pilotprojekts hat die Strabag das Kanalnetz auf Grundlage der 2D Planunterlagen in 3D modelliert und mit detaillierten Abrechnungsattributen nach DIN EN 1610 sowie Angaben aus dem Leistungsverzeichnis ergänzt. Auch beim Gewerk Straßenbau wurde so verfahren. Hier wurden zusätzliche Daten für die Maschinensteuerung generiert. Dabei sorgen Drohnenüberfliegungen für die Bereitstellung von Punktwolken und Orthofotos, die dann in einer Cloud zur Verfügung gestellt und zur Mengenermittlung genutzt werden. Auf Grundlage des Modells werden zudem Schachtuhrlisten, einheitliche Aufmaßblätter, Abrechnungspläne, 3D-pdf-Dateien sowie Bestandspläne für die weitere Verwendung auf der Baustelle erzeugt. Durch diese Vorgehensweise der Strabag ist es den verantwortlichen BIM-Experten der Direktion Bayern-Nord, Rudolf Kasparbauer und Jochen Gaule, gelungen, die Bauausführung sowie den Abrechnungs- und Bestandsübergabeprozess zu optimieren.

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