Ferienarbeit nur unter Einhaltung von Regeln

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Foto: S. Hofschlaeger / pixelio.de

Wie in jedem Jahr nutzen viele Schüler ihre Ferien, um sich ein wenig Geld dazu zu verdienen. Wenn man dabei vielleicht noch einen Blick in einen Beruf erhält, für den man sich interessiert, ist der Ferienjob noch attraktiver. Dennoch gelten für den Schüler und das beschäftigende Unternehmen gewissen Spielregeln, an die sich beide Seiten halten müssen.

Das Land Sachsen gehört zu den Bundesländern, das sich derzeit noch über Sommerferien freuen kann. Immer wieder nutzen die Schüler diese Zeit nicht nur zur Erholung oder zum Lernen, immer öfter möchten sie sich ihr Taschengeld durch einen Ferienjob aufbessern. Aus diesem Grund nimmt die Handelskammer Dresden auch die Gelegenheit wahr, gerade jetzt noch mal für das Thema Ferienarbeit zu sensibilisieren. So viel Vorzüge ein solcher Nebenjob für Schüler und Betrieb bringt, so muss sich doch jeder über seine Rechte und vor allem Pflichten im Klaren sein.

Viele Jugendliche nutzen nicht nur schulische Praktika zum Kennenlernen von unterschiedlichen Berufen, immer öfter wählen sie auch den Weg des Ferienjobs, um sich ein Bild vom Arbeitsalltag zu machen. Dass damit das Taschengeld noch aufgestockt wird, ist natürlich ein sehr positiver Effekt. Nun ist es aber nicht so, dass nur die Schüler von einem solchen Ferienjob profitieren. Auch die Betriebe können so durch Urlaub bedingte Beschäftigungsdefizite ausgleichen und damit ihre Produktivität erhöhen. Solange sich dabei alle Beteiligten an die gesetzlichen Vorgaben für die Ausübung eines Ferienjobs halten, ist alles unbedenklich.

Die wichtigsten Regelungen zur Ferienarbeit ergeben sich aus dem Alter und der erlaubten Arbeitszeit an sich. Wer demnach jünger als 15 Jahre ist, darf schon einmal überhaupt keinem Ferienjob nachgehen. Danach ist die Ausübung möglich, aber doch gesetzlich sehr restriktiv geregelt. So darf man maximal vier Wochen je Kalenderjahr an jeweils fünf Tagen in der Woche arbeiten. Die Tagesarbeitszeit von acht Stunden, sowie die wöchentliche Beschäftigungszeit von 40 Stunden darf dabei nicht überschritten werden. Außerdem  ist es Jugendlichen untersagt, zwischen 20 und 6 Uhr – also in der Nachtzeit – zu arbeiten.

Hinsichtlich der Regelung über die abzuführenden Sozialversicherungsbeiträge ist die Vorgabe ebenfalls sehr einfach. Für geringfügig oder kurzfristig beschäftigte Schüler besteht keinerlei Abgabepflicht, sobald die Grenze der Geringfügigkeit jedoch überschritten wird, gilt die Tätigkeit als voll versicherungs- und steuerpflichtig. Beim Thema über die Höhe der Bezahlung des Schülers gilt erst einmal die Absprache zwischen beiden Parteien. Dennoch muss natürlich für die unterschiedlichen Gewerke und Branchen auf den jeweilig gültigen Mindestlohn und die Abführung von Beiträgen an die Sozialkassen Rücksicht genommen werden.

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