Gesellenbrief im Handwerk fördert Integration

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Foto: KfW

Gerade Deutschland ist die Zahl der Migranten sehr hoch. Dennoch ist das Bestreben diese erfolgreich zu intergieren zwar groß, aber nicht genauso erfolgreich. Um in Zukunft besonders den Personen, die bereits vorhandene Erfahrung und einen in ihrem Land anerkannten Abschluss mit sich bringen, eine bessere Chance auf dem deutschen Arbeitsmarkt zu ermöglichen, hat die Stadt Hannover das Projekt ProMI ins Leben gerufen.

Allein in Niedersachsen haben 16 Prozent der Bevölkerung einen Migrationshintergrund. Bei den jungen Menschen ist dieser Teil besonders hoch. Das bedeutet 30 Prozent der unter 6-Jährigen und knapp jeder Vierte der 6- bis 18-Jährigen kommt aus Migrantenfamilien. In der Region Hannover sind die Zahlen etwas höher. Hier sind 39 Prozent unter 6 Jahren und 35 Prozent zwischen 6 Jahren und 18 Jahren.  Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, diese Personengruppen zu integrieren.

Ein Schritt in diese Richtung ist das Projekt ProMI – pro Migranten und Integration –  von der HWK Hannover Projekt- und Servicegesellschaft mbH, zusammen mit der Landeshauptstadt Hannover und den JobCentern der Region Hannover. Das Projekt ist im August 2011 gestartet und kann bereits erste Erfolge verzeichnen. In erster Linie richtet sich das Projekt am Migrantinnen und Migranten, die in ihrem Heimatland eine Abschlussprüfung erworben haben, die in Deutschland jedoch nicht anerkannt ist. Darüber hinaus sollten Erfahrungen im Metallbereich mitgebracht werden können. Diese Personen sollen nun innerhalb von 24 Monaten auf die Gesellenprüfung im Metallbauer- oder Feinwerkmechanikerhandwerk vorbereitet werden. Mit dem dann erworbenen Gesellenbrief sollen die Chancen auf dem deutschen Arbeitsmarkt erhöht und damit die Integration erfolgreich umgesetzt werden. Erfahrungen zeigen, dass ein deutscher Abschluss tatsächlich zu diesen positiven Auswirkungen führt.

Neben dem Nutzen für die Migranten, verspricht sich auch das Handwerk eine positive Entwicklung für sich selbst. Es möchte damit dem Fachkräftemangel entgegenwirken. Nur mit genug qualifiziertem Personal können die Betriebe langfristig wettbewerbsfähig sein. Durch das Projekt möchte verspricht man sich, einen Weg zu finden, Fachkräfte auch in Zukunft an sich zu binden.

Zurzeit nehmen an dem Projekt ProMI 22 Personen teil. Sie sind zwischen 25 und 50 Jahren und stammen aus Russland, der Ukraine, Kasachstan, Aserbaidschan, der Türkei, Polen, Italien, dem Irak, Pakistan und Deutschland. Die Mittel für das Projekt fließen aus dem Europäischen Sozialfonds ESF. Neben der Vermittlung allgemeiner Ausbildungsinhalte stehen auch Praktika in Metallbetrieben der Region Hannover, Sprachförderung, Teilnehmer-Coaching und pädagogische Betreuung im Vordergrund.

Marlis Drevermann, Kultur- und Schuldezernentin der Landeshauptstadt Hannover sagt: „Integration in den Arbeitsmarkt ist ein bedeutender Faktor für gleichberechtigte Teilhabe von Zuwanderern. Aus diesem Grund unterstützt die Stadt dieses Modellvorhaben nicht nur finanziell, sondern vor allem inhaltlich. Die Anerkennung von Erfahrungen und die Weiterqualifizierung sind für die Menschen wichtige Bausteine, um ein aktiver Teil unserer Gesellschaft zu werden.

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