Klimafreundlich & kostengünstig: Holzbauweise als Schlüssel

In den letzten zehn Jahren hat sich der Anteil von Holz als Baustoff in Deutschland signifikant erhöht. Während die Verwendung herkömmlicher Materialien wie Ziegel zurückgehen, werden in Berlin und Brandenburg aktuell verstärkt klimafreundliche Gebäude aus Holz gebaut. Der Baustoff ist nachhaltig und wird in Verbindung mit der seriellen Holzbauweise dringend benötigt. Mehrere Unternehmen in Berlin und Brandenburg nutzen die ökologischen Vorteile und helfen, mit dieser Bauweise mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.

Bauen mit Holz wird immer beliebter. Während der letzten zehn Jahre ist der Anteil an Holzbaustoffen deutschlandweit um rund sieben Prozent angestiegen. Die Anteile an Ziegel, Porenbeton und Kalksandstein sind dagegen rückläufig. Zurzeit werden auch in Berlin und Brandenburg zahlreiche Gebäude in Holzbauweise errichtet. Damit soll der Bedarf an dringend benötigtem, bezahlbaren Wohnraum in der Hauptstadtregion gefördert werden. Ein Beispiel sind zwei Mehrfamilienhäuser, die aktuell in Potsdam in serieller Holzbauweise gebaut werden. Insgesamt 35 geförderte Mietwohnungen sollen daraus entstehen. Diese Mehrfamilienhäuser sind mit der Effizienzhaus-Stufe 40 besonders klimafreundlich. „Unser Projekt in Potsdam zeigt, was im seriellen Holzbau möglich ist“, erklärt Stefan Anders, Architekt und Standortleiter von B&O in Potsdam. „Die Anforderungen an die geförderten Wohneinheiten waren Kosteneffizienz, Klimafreundlichkeit und Energieeffizienz bei gleichzeitig hohem Wohnkomfort.“

Die Holzbauweise findet in ganz Europa Anklang

Die Verwendung von lokalem Holz mit kurzen Transportwegen ist der Schlüssel für einen nachhaltigen Holzbau. Daher arbeitet 3B TEC MagnumBoard mit Sitz in Ludwigsfelde ausschließlich regional und nutzt daher Kiefernholz aus Brandenburg. Ein nachhaltiger Umgang mit den Ressourcen ist für das Unternehmen besonders wichtig. „Unser Holz stammt zu 100 Prozent aus regionalen Wäldern“, bestätigt Geschäftsführer Julien Oldengott. „Bei der Fertigung der Bauelemente verwenden wir den gesamten Holzstamm – nur die Rinde wird thermisch verwertet.“ Denn die Holzbauweise sei der perfekte Baustoff für klimafreundliche Neubauten.

Welche Bauweise hat einen kleineren CO2-Fußabdruck? Ziegelbau oder Holzbau?

Ein bemerkenswertes Beispiel ist der Gebäudezwilling, der aktuell in Berlin Britz entsteht. Das Besonderes: Hier soll die Ökobilanz zwischen der Holzbauweise und dem Ziegelbau verglichen werden. Beide Häuser haben den gleichen Grundriss und das identische Volumen. Das eine Haus entsteht in Holzbauweise, das andere Gebäude wird mit Ziegel gebaut. Verputzt werden beide Gebäude mit Lehm. Baubeginn der 36 Mietwohnungen war Ende des Jahres 2023. Auch bei diesem Bauvorhaben stammen die verwendeten Holz-Baustoffe aus der Nähe. Denn in Brandenburg wächst Holz kontinuierlich nach. Eine stärkere Verwendung des Holzes erhöht Stück für Stück den Kohlenstoffspeicher der Städte. Denn die Klimabilanz der Holzbauweise ist deutlich besser als herkömmliche Bauweisen.

Welche Bauweise ist die beste?

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