Komplettdienstleister im Dachhandwerk immer beliebter

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Foto: KfW-Bildarchiv / Fotoagentur: photothek.net

Viele Kunden bemängeln das teilweise zeitaufreibende Einholen von Angeboten bei der Vergabe von Aufträgen an Handwerker. Ohne Frage ist das natürlich für sie von großer Bedeutung, um das optimale Preis-Leistung-Verhältnis zu ermitteln. Dennoch kann es, wenn verschiedene Gewerke nötig sind, ein umfangreiches Unterfangen sein. Die Alternative ist dabei immer, das Beauftragen von Komplettdienstleistern. Dies bestätigte kürzlich auch eine Umfrage der BauInfoConsult unter Dachdeckern, Zimmerern und Klempnern.

Solange man einen speziellen handwerklichen Auftrag zu vergeben hat, ist für den Auftragnehmer im Grunde alles ganz unkompliziert. Man vergleicht Angebote und entscheidet sich dann für das beste. Etwas anders gestaltet sich das Ganze allerdings dann, wenn man ein größeres Projekt plant, bei dem verschiedene Bereiche bedient werden müssen. Ein Beispiel dafür wäre die Sanierung vom Dach. Längst gewinnen hier Komplettdienstleister die Aufträge gegenüber den Einzelleistungsanbietern.

Die BauInfoConsult hat zu diesem Thema jüngst 364 Handwerker zu ihrer Studie „BauInfoConsult Dachmonitor“ telefonisch befragt. Die Ergebnisse sind eindeutig. Die Entwicklung der letzten Jahre, seit dem Jahr 2008, geht ganz klar zu den Komplettdienstleistern. Die Anbieter von Einzelleistungen dagegen sind weit abgeschlagen. Und diese Situation wird wohl auch keine Umkehr mehr erleben in den kommenden Jahren. Im Gegenteil, wer sich nicht auf die Nachfrage der Kunden einstellt, wird am Ende der noch größere Verlierer gegenüber seinen „Alles aus einer Hand“ Mitbewerbern sein.

Im Detail zeigt die Studie, dass mehr als die Hälfte der befragten Dachdecker, Zimmerer und Klempner diesen Wandel im Dachhandwerk erkannt haben und entsprechend darauf reagieren. Genauer betrachtet macht diese Veränderung auch Sinn. Denn natürlich ist es für den Auftraggeber wesentlich einfacher und zeitsparender, seinen Auftrag an jemanden zu vergeben, der alle Arbeiten ausführen kann. Letztlich erspart das dem Auftraggeber viel Koordination und anderen Aufwand, die bei der Beauftragung verschiedener Dienstleister nötig werden würden.

Interessant an der Umfrage ist auch, dass sich Dachdecker, Zimmerer und Klempner bei dieser Bewertung ziemlich einig sind. Man könnte ja meinen, dass diese Entwicklung stark davon abhängig ist, um welchen Bereich es geht. Dem ist aber nicht so, denn 63 Prozent der befragten Klempner beobachten den Wandel und auch 59 Prozent der Dachdecker, sowie 57 Prozent der Zimmerer sehen es genauso. Das belegt also, dass im Grunde das gesamte Dachhandwerk betroffen ist und sich mit neuen Wegen auseinandersetzen sollte, wenn man in den nächsten Jahren konkurrenzfähig bleiben möchte. Bernd Kötter, Head of Market Research bei BauInfoConsult, fasst es treffend zusammen: „Die Verarbeiter sollten ihre Leistungen als Komplettpaket anbieten. Mit Einzelleistungen ist kein Blumentopf mehr zu gewinnen.“

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