Light+Building 2012 – Energieeffizienz als DAS Kriterium für Immobilienwert

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Foto: Messe Frankfurt Exhibition/Pietro Sutera

Die Energieeffizienz von Gebäuden wird in Deutschland immer wichtiger und dabei sind Vermieter und Mieter gleichermaßen stark an energieeffizienten Immobilien interessiert. Der geringere Energieverbrauch einer Immobilie steht zurzeit noch vor den sonst vorne platzierten Kriterien wie Preis, Lage, Ausstattung und Ambiente. Aus diesem Grund wird dieses Thema auf diesjährigen Light+Building vom 15. April bis 20. April in Frankfurt auch besonders hervorgehoben.

An sechs Tagen zeigen die Aussteller der Licht- und Gebäudetechnik auf der Light+Building ihre Produkte und Dienstleistungen rund um moderne Haustechnik. Anlässlich der Ausstellung wurde eine repräsentative Umfrage von TNS Infratest im Auftrag der Messe Frankfurt durchgeführt. Dabei ging klar hervor, dass 90 Prozent der Vermieter und 84 Prozent der Mieter großen Wert auf energieeffiziente Gebäude legen. Denn gerade vor dem Hintergrund der immer weiter steigenden Energiekosten, kann gerade bei den großen Energiefressern, den Gebäuden, einiges eingespart werden. Aus der Befragung war auch ersichtlich, dass etwa ein Drittel (64 Prozent) der Personen durchaus bereit sind, in die energieeffiziente Gebäudetechnik zu investieren. Leider wurde jedoch ebenfalls deutlich, dass dabei noch viele Unsicherheiten unter den Befragten vorherrschen. So ist vielen gar nicht bewusst, welchen wesentlichen Anteil energieeffiziente Bauwerke tatsächlich an einer positiven Energiewende haben.

Gerade durch die noch bestehenden Unsicherheiten, aber auch das teilweise Unwissen, ist die Light+Building eine ganz bedeutende Ausstellung. Denn auch in diesem Jahr werden wieder 2.352 Hersteller (2010: 2.154 Aussteller) aus 50 Ländern ihre Innovationen für Licht, Elektrotechnik, Haus- und Gebäudeautomation sowie Software für Bauwesen vorstellen. Fachbesucher finden auf der Light+Building die komplette Bandbreite an Licht und Gebäudetechnik sowie Themen wie LED, OLED und Photovoltaik bis hin zur dezentralen Stromnutzung via E-Mobilität, Smart Metering und Smart Grids.

Auf der Light+Building wird auch deutlich, dass Energiesparen nicht gleichzeitig gegen schöne Einrichtung und Beleuchtung konkurriert. Im Gegenteil, inzwischen kann man beides wunderbar kombinieren. Und auch die wirtschaftlichen Zahlen machen die Bedeutung dieser Branche erkennbar. So liegt der  Branchenumsatz der zur Light+Building vertretenen deutschen Licht-und Gebäudetechnikindustrie mit über 80.000 Beschäftigten bei 11 Milliarden Euro im Jahr. Das elektro- und informationstechnische Handwerk kommt mit 463.000 Beschäftigten auf einen Jahresumsatz von 54 Milliarden Euro.

Zur Eröffnung am 15. April wurde erstmalig der Building Future Award verliehen. Dieser ging an KostyaOstrikov, einen Nano-Wissenschaftler, der besonders für seine Forschungsarbeit im Bereich der Plasma-Nanotechnolgie geehrt wurde. Dabei handelt es ich um eine Spezialdisziplin, die die Grundlage für ganz neue Optionen der Energiegewinnung eröffnet. Weiteres Highlight wird am 17. April der Futurecourse sein. Dabei wird es eine Podiumsdiskussion zum Thema „Energiewende – Zahlt der Miete die Zeche?“  geben. Dabei wird auch noch mal nachdrücklich darüber gesprochen, wie wichtig die politische Unterstützung, beispielsweise durch Förderprogramme, für eine positive Energiewende ist.

Weiterer Programmpunkt ist die Sonderschau „Das Gebäude als Kraftwerk im Smart Grid“. Dabei wird dem Besucher präsentiert, wie in Zukunft das Gebäude als Kraftwerk seine Energie selbst erzeugt, nutzt, steuert und dezentral in ein intelligentes Netz einbindet. Parallel zu der Sonderschau zeigt das E-Haus des Zentralverbandes der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) in Halle 8.0 auf 100 qm realitätsnah, welche Möglichkeiten intelligente Gebäude in puncto Energieeffizienz, Komfort und Sicherheit bieten. In vier Rauminszenierungen stellt das Trendforum darüber hinaus die Wohntrends 2012/2013 vor.

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