Meistergründungsprämie in NRW stark nachgefragt

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Foto: Benjamin Klack / pixelio.de

Eigentlich gehen in Zeiten guter Konjunktur und hoher Nachfrage nach Fachkräften die Betriebsgründungen zurück. Im nordrhein-westfälischen Handwerk zeigt sich jedoch ein ungebrochener Trend zur Selbständigkeit. Auch in diesem Jahr werden daher aller Voraussicht nach wieder rund 700 Meisterinnen und Meister die Meistergründungsprämie als Starthilfe zur Übernahme oder Gründung ihres Handwerksbetriebs ausgezahlt.

Wie in den vergangenen Jahren auch, werden in Nordrhein-Westfalen in diesem Jahr wieder zwischen 700 und 800 Meistergründungsprämien bewilligt. Das kündigte kürzlich die Landes-Gewerbeförderungsstelle des nordrhein-westfälischen Handwerks (LGH) an. Der Zuschuss in Höhe von 7.500 Euro wird aus Mitteln des Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen und der Europäischen Union finanziert. Seit 1995 haben etwa 14.000 Meisterinnen und Meister diese Starthilfe zur Gründung in Anspruch genommen, wovon etwa zwei Drittel Neugründungen und ein Drittel Betriebsübernahmen im Rahmen der Nachfolgeregelung sind. Neben dem Reinigungsgewerbe sowie Metall- und Elektrogewerbe gehören vor allem das Bau- und Ausbaugewerbe zu den Leistungsempfängern und haben damit einen Anteil von 90% an der Gesamtverteilung.

„Aufgrund seiner Kontinuität, der anhaltenden hohen Anzahl der neue geschaffenen Arbeitsplätze, ist die Meistergründungsprämie das erfolgreichste und effektivste Förderprogramm für den Mittelstand in NRW,“ lobt Reiner Nolten, Geschäftsführer der LGH. Denn als Gegenleistung für die finanzielle Förderung sichern die Jung-Selbständigen bei Firmenübernahme innerhalb von drei Jahren die Weiterbeschäftigung der Mitarbeiter zu oder verpflichten sich bei Neugründung zur Beschäftigung neuer Mitarbeiter für die Dauer von mindestens 24 Monaten.

Laut des aktuellen Geschäftsklimaindex (GKI) bewerten Gründer, die bereits die Meistergründungsprämie als Fördermittel erhalten haben, ihre aktuelle Lage und die Zukunftsaussichten sehr positiv. Mit einem Wert von 94 ist die aktuelle Bewertung nicht nur deutlich besser als die Jahre zuvor, sie liegt auch über dem Wert für das Gesamthandwerk in NRW.

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