Nachhaltigkeit auf der Baumesse BAU 2013 München

Bild zu: Nachhaltigkeit auf der Baumesse BAU 2013 München
Foto: Messe München

Heute wurde in München die Baumesse BAU eröffnet, die zu den größten Baufachmessen Deutschlands zählt. Rund 2.000 Aussteller aus über 40 Ländern informieren an fünf Tagen auf dieser Gewerke übergreifenden Leistungsschau über Nachhaltigkeit, Energie 2.0, Stadtentwicklung im 21. Jahrhundert und generationengerechtes Bauen als aktuelle Trends in der Baubranche. Fast eine Viertel Million Fachbesucher aus aller Welt werden dazu in der Stadt an der Isar erwartet.

Zum 20. Mal öffnet dieses Jahr die Baumesse BAU ihre Pforten. Die Weltleitmesse für Architektur, Materialien, Systeme gehört zu den erfolgreichsten Baumessen Deutschlands und lockt alle zwei Jahre rund 240.000 Fachbesucher aus der ganzen Welt nach München. Auf 180.000 m² präsentieren Aussteller aus über 40 Ländern Neuheiten aus der Welt des Wohnungsbaus, des Wirtschaftsbaus und des Innenausbaus im Neubau und Bestandsbauten. Abgerundet wird die Baumesse durch ein hochkarätiges Rahmenprogramm mit Sonderschauen, Kongressen und Expertenforen. Die Leitthemen der diesjährigen BAU orientieren sich an den allgemeinen Trends der Baubranche: Nachhaltigkeit, Energie 2.0 Stadtentwicklung im 21. Jahrhundert und Generationenrechtes Bauen.

Nachhaltigkeit

Umweltschutz und Nachhaltigkeit wird nicht nur in der Gesellschaft sondern auch im Baubereich immer wichtiger. Die Betrachtung des gesamten Lebenszykluses von der Planung über den Bau mit allen einzelnen Bauteilen bis hin zum Abriss wird unter Berücksichtigung ökologischer wie ökonomischer und auch sozio-kultureller Aspekte die Baubranche in den nächsten Jahren noch stärker prägen. Über Bewertungssysteme zur Zertifizierung von Nachhaltigkeit und Umweltproduktdeklarationen (EPDs) ebnen die Partner der BAU in München wie das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS), die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB), die Fraunhofer Allianz BAU oder das ift Rosenheim den Weg in eine Diskussion über alle Aspekte der Nachhaltigkeit. Durch den demographischen Wandel, die Energiewende, die Urbanisierung und den Klimawandel werden in den nächsten Jahren bedeutende Herausforderungen und grundlegende Änderungen bevorstehen: Dazu gehört die Mitbestimmung der Bevölkerung bei großen Infrastrukturprojekten ebenso wie die energetische Sanierung und Modernisierung ganzer Städte und Stadtviertel.

Energie 2.0

Nicht zuletzt die durch die Bundesregierung ausgerufene Energiewende, sondern auch die begrenzten fossilen Ressourcen forcieren die Diskussion über Nachhaltigkeit von einer anderen Sichtweise. Denn auch über zukünftige Formen der Energieversorgung in Gebäuden sowie die damit einher gehenden innovativen Technologien informiert die BAU in München und betrachtet dabei ebenso Maßnahmen und Möglichkeiten zur Energieeinsparung und Energieeffizienz. Dies betrifft natürlich das Energiemanagement von Neubauten ebenso wie die energetische Sanierung von Bestandsbauten mit allen Gewerken zum Dach, Wand, Fenster und Fassade.

Stadtentwicklung im 21. Jahrhundert

Weltweit lebt bereits heute schon die Hälfte aller Menschen in urbanen Lebensräumen. Bis 2050 prognostizieren Forscher ein Anwachsen auf drei Viertel– eine Situation, die in Deutschland bereits Realität geworden ist: Bereits heute lebt 75 Prozent der Bevölkerung in Ballungsräumen. Doch aus energetischen Gesichtspunkten hat das dichte Bewohnen in urbanen Strukturen auch Vorteile. Schließlich geht aus Statistiken deutlich hervor, wofür in Deutschland Energie verbraucht wird: Rund zehn Prozent entfällt auf die Mobilität zwischen Arbeitsplatz und Wohnort, zum Einkauf oder zur Teilnahme an sozialen und kulturellen Leben. Je enger daher dieser Kreis ist, um so geringer sind die dafür aufzuwendenden Energiekosten. Doch auch die Gebäudeenergie schlägt mit 40 Prozent zu Buche, von der sich drei Viertel in den Kosten zur Erwärmung der Räume niederschlägt. Der Rest verteilt sich auf Beleuchtung, Kältetechnik und Energie zum Betrieb moderner Kommunikationsanlagen.

Vor diesem Hintergrund macht es energietechnisch Sinn, vor allem energieoptimierte Wohneinheiten in urbanen Lebensräumen zusammenzufassen. Dabei darf energetische Sanierung jedoch keine zwanghafte Bedeutung bekommen und dadurch den städtebaulichen Charakter der gewachsenen Strukturen zerstören. Es gilt vielmehr durch intelligente Verknüpfung aus effizient eingesetzter Sanierung mit energieoptimierten Neubauten CO2-neutrale Stadtviertel zu bilden, aus denen in der Gemeinschaft CO2-neutrale Städte werden.

Generationengerechtes Bauen

Immer mehr Menschen wünschen sich, bis zum Lebensende in den eigenen vier Wänden zu bleiben. Nicht zuletzt die städtische Infrastruktur mit der medizinischen Versorgung und flexibler Fortbewegung durch öffentliche Verkehrsmittel macht dies möglich. Auch die wachsende Ausrichtung auf die Generation 50+ im generationengerechtem Bauen trägt dazu bei. Wobei die Herausforderung darin besteht, den Komfort in den Vordergrund zu stellen. So zeigt die Sonderschau in Halle 4 der BAU in München Beispiele, wie unabhängig von Alter und körperlicher Beeinträchtigung Räumlichkeiten so gestaltet werden können, dass sie jung und alt gefallen.

Die Baumesse BAU in München läuft noch bis zum 19. Januar 2013 in den Messehallen.

Dieser Beitrag hat Ihnen gefallen?

Dann melden Sie sich doch gleich an zum kostenlosen E-Mail-Newsletter und lassen sich über weitere Neuigkeiten wöchentlich informieren!

Hinweis: Sie können den Newsletter von meistertipp.de jederzeit und kostenfrei abbestellen. Ihre Daten werden nur zum Versand des Newsletters genutzt. Wir geben Ihre Daten nicht weiter. Mehr Informationen zum Umgang mit Nutzer-Daten finden Sie in unserer Datenschutz-Erklärung.

Das könnte Sie auch interessieren

Newsletter

Verpassen Sie nichts mehr mit unserem kostenlosen Newsletter. So werden Sie frühzeitig über anstehende Veranstaltungen informiert und bleiben immer auf dem neusten Stand.

Hinweis: Sie können den Newsletter von meistertipp.de jederzeit und kostenfrei abbestellen. Ihre Daten werden nur zum Versand des Newsletters genutzt. Wir geben Ihre Daten nicht weiter. Mehr Informationen zum Umgang mit Nutzer-Daten finden Sie in unserer Datenschutz-Erklärung.