40 Prozent der Fenster veraltet - Fenstertausch zum Klimaschutz

News | Frank Kessler | 28.06.2021
40 Prozent der Fenster veraltet - Fenstertausch zum Klimaschutz
Foto: KfW-Bildarchiv / photothek.net

Der Ausbau Erneuerbarer Energien alleine bringt Deutschland den ambitionierten Klimaschutzzielen nicht näher. Das gelingt nur in Allianz mit der Wärmedämmung. Denn im Gebäudebestand steckt ein riesiges CO2-Einsparpotential. So hat eine aktuelle Studie gerade ergeben, dass die meisten Fenster in Deutschland veraltet sind und saniert werden müssen. Demnach müssen sogar bei mehr als 40 Prozent der Gebäude ein Fenstertausch oder eine Fenstersanierung vorgenommen werden.

Der Gebäudesektor ist mit etwa einem Drittel des Gesamtenergieverbrauchs ein wichtiger Baustein, um die ambitionierten Klimaschutzziele der Bundesregierung zu erreichen. Daher wurde vom Verband Fenster und Fassade (VFF) und Bundesverband Flachglas (BF) eine aktuelle Studie zur Situation auf dem Fenstermarkt in Deutschland in Auftrag gegeben. “Investitionen in energetisch optimierte Fenster sind da ein notwendiger Beitrag zum Klimaschutz", kommentiert BF-Hauptgeschäftsführer Jochen Grönegräs die Ergebnisse. Denn die Probleme auf dem Gebäudesektor können nicht alleine durch den Ausbau erneuerbaren Energien gelöst werden. Um den Energiebedarf für Bauen und Wohnen zu decken, muss dieser zunächst gesenkt werden. Das gelingt nur durch eine bessere energetische Sanierung von Gebäuden.

Neue Fenster werden gebraucht

Die Studie zum Fenstermarkt in Deutschland setzt eine Vielzahl von Untersuchungen fort, die bereits seit Jahren vom VFF und BF gemeinsam veröffentlicht werden. Daraus ergibt sich ein Energiesparpotenzial durch den Einbau von neuen Fenstern. Die Unterteilung des Fensterbestands erfolgt nach Fenstertypen. Veraltete Fenstertypen gibt es in Deutschland noch reichlich. 1,11 Millionen Einheiten entfallen auf Einfachglasfenster. Auf Verbund- und Kastenfenster entfallen rund 2,39 Millionen Fenstereinheiten und Fenstertypen mit unbeschichtetem Isolierglas entfallen 185 Millionen Fenstereinheiten. Würden diese Fenstereinheiten alle ausgetauscht werden, so ließen sich 53 Milliarden Kilowattstunden Energie und 12,3 Millionen Tonnen CO2 einsparen.

Klimaschutz und Konvenienz sprechen für den Fenstertausch

Der Fenstertausch oder die Fenstersanierung lohnen sich aber nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich. Die Kosten für den Eintausch der Fenster zur Energieeinsparung liegen bereits heute unter dem Energiebezugspreis. Muss ohnehin ein Austausch vorgenommen werden, weil die Funktionalität nicht mehr gegeben ist, sind für die Bauherren und Planer zwei Dinge von Bedeutung. Sinnvoll wäre der Einbau von energieeffizientere Fenstern mit einem UW-Wert von 0,95 W/(m2K) oder besser. Somit wird aktiver Klimaschutz praktiziert. Außerdem wird der Geldbeutel weniger strapaziert, weil dadurch die Energiekosten sinken und die Fördermaßnahmen sowie die steuerliche Abzugsfähigkeit bares Geld wert sind. Darüber hinaus wird dadurch die Behaglichkeit, der Schallschutz und die Sicherheit sowie Komfort deutlich verbessert.

Aktuelle Kommentare zum Beitrag.

Wir stellen diese Frage, um automatisierten Spam zu verhindern.

Das könnte Sie auch interessieren.