400.000 neue Wohnungen? Ziel nur durch Neubau erreichbar

400.000 neue Wohnungen? Ziel nur durch Neubau erreichbar
Foto:Roland Riethmüller

Die Frage nach der Rolle der Fertighausbranche und ihrem Beitrag zu einem klimaneutralen Gebäudebestand wurde kürzlich zusammen mit der Politik diskutiert. Bei diesem Austausch ging es auch um das von der Bundesregierung gesteckte Ziel, 400.000 neue Wohnungen jährlich zu schaffen. Demnach könne das Ziel nur durch den Neubau von Wohnungen erreicht werden. Es werden jedoch auch verlässliche Rahmenbedingungen für die Planungssicherheit der Bauunternehmen benötigt.

Mitte August gab es ein Zusammentreffen von Martin Diedenhofen, Mitglied des Deutschen Bundestages und Berichterstatter der SPD-Bundestagsfraktion für Klimaschutz im Gebäudesektor, und den beiden Geschäftsführern vom Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF), Georg Lange und Achim Hannott. Bei diesem Treffen, an dem auch die Leiterin des Hauptstadtbüros des Verbandes teilnahm, Sophie von Minckwitz, ging es um die Fertigbaubranche und ihrem Beitrag zu einem klimaneutralen Gebäudebestand. Dabei wurde klar, dass das gesteckte Ziel der Bundesregierung, jährlich 400.000 neue Wohnungen zu schaffen, nur durch den Wohnungsneubau zu schaffen sei. „Ein klimaneutraler Gebäudebestand setzt langfristig nahezu klimaneutrale Gebäude voraus”, erklärte Lange. “Diese sind im Neubau wirtschaftlich effizienter herzustellen als im Bestand.“ Er betonte weiter, dass energetisch sanierte Bestandsgebäude schnell an ihre Grenzen kommen. Nur durch Neubauwohnungen könne das ausgeglichen werden.

Verlässliche Rahmenbedingungen für Planungssicherheit notwendig

Um diese Ziele zu erreichen, müssen verlässliche Rahmenbedingungen und eine ausgewogene Förderung geschaffen werden. Das in der Vergangenheit vorherrschende Chaos bei den Förderungen hat jedoch zu einem großen Vertrauensverlust bei der Wirtschaft und den Bauherren geführt. Daher müsse wieder mehr Planungssicherheit geschaffen werden und ein Anreiz für klimaneutrale Gebäude geschaffen werden. Diedenhofen betonte, dass junge Menschen noch immer an einem Eigenheim interessiert seien. „Jung und Alt“ ist ein Programm, das wichtige Anreize setze. Außerdem träge es dazu bei, dass verwaiste Regionen wieder neu belebt werden.

Sanierung ist wichtig, doch Ziele ohne Neubau nicht erreichbar

Diedenhofen betonte, dass ein großes Potenzial hinter dem Umbau von Bestandsgebäuden stecken würde. Nur so könnte der Wohnungsmangel behoben werden. Er betonte aber zu diesem Thema, dass 400.000 Wohnungen nur durch den Neubau von Wohnungen geschaffen werden könnten. In diesem Zusammenhang müsse der klimaneutrale Neubau von Wohnungen jedoch einen finanziellen Anreiz finden. Der SPD-Abgeordnete versprach, sich dafür einzusetzen. Dazu müsse sich aber die Neubaupolitik der Bundesregierung wandeln. Obendrein müsse das Gebäudeenergiegesetz und die Baulandmobilisierung ebenfalls weiterentwickelt werden. Das verspielte Vertrauen in die Bundesregierung müsse wieder hergestellt werden.

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Ist das ernst gemeint?!

Ich bin nicht sicher, ob der Beitrag ernst gemeint ist . Sätze wie „400.000 neu Wohnungen können nur durch Neubau geschaffen werden“ bringen natürlich zum Lächeln aber das Thema ist halt leider nicht so trivial.

Trotz maximaler Auslastung aller Bauschaffenden und guten Zins- sowie noch beherrschbaren Materialbedingungen wurden in 2021 knapp 300.000,- „neue Wohnungen durch Neubau hergestellt“ … 

Auf welches Phänomen hofft das Ministerium wenn es bei 3fachen Zinsen und Einstellung der Neubauförderung auf 400.000 WE hofft ???

 

Liebe Grüße 

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