5 Medaillen: Deutsches Baugewerbe glänzt bei EuroSkills

Foto: BV Farbe

Deutsche Nachwuchstalente haben bei den EuroSkills 2025 in Herning ein deutliches Zeichen gesetzt: Mit 22 Medaillen, darunter siebenmal Gold, holte das Team Germany Platz zwei im europäischen Vergleich. Besonders das Baugewerbe und Ausbaugewerbe überzeugte mit Erfolgen von Zimmerern, Stuckateuren, Maurern, Malern, Betonbauern und Fliesenlegern. Präzision, Kreativität und Ausdauer machten die deutsche Mannschaft zu starken Botschaftern einer leistungsfähigen Bauwirtschaft und setzten europaweit Maßstäbe.

Die Berufseuropameisterschaft EuroSkills 2025 im dänischen Herning hat der deutschen Nationalmannschaft einen bemerkenswerten Medaillenregen beschert. Das deutsche Nationalteam kehrte insgesamt mit sieben Goldmedaillen, sechs Silbermedaillen und drei Bronzemedaillen, sowie sechs Auszeichnungen „Medallion for Excellence“ zurück. Über 600 junge Fachkräfte aus 32 Nationen stellten sich an drei Tagen in 38 Disziplinen dem Wettbewerb. Dabei konnte das deutsche Team seine Stärke eindrucksvoll unter Beweis stellen. Denn mit einem Medaillendurchschnitt von 2,07 landete Deutschland in der Gesamtwertung auf dem zweiten Platz hinter der Schweiz mit 2,79 und knapp vor Frankreich mit 1,97. Mit insgesamt 22 Medaillen hat das deutsche Team damit eindrucksvoll gezeigt, dass Präzision, Kreativität und Fachkönnen im europäischen Vergleich Maßstäbe setzen. „Sie sind nicht nur Medaillengewinnerinnen und -gewinner, sie sind Vorbilder für eine ganze Generation und zugleich starke Botschafter eines modernen, zukunftsgerichteten und leistungsfähigen Handwerks“, würdigt Jörg Dittrich, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), die herausragende Leistung. 

Starke Botschafter der Bauwirtschaft: Gold für Zimmerer und Stuckateure

Alleine auf den Bereich des Bau- und Ausbauhandwerks entfielen zwei Goldmedaillen, zwei Silbermedaillen, einer Bronzemedaille sowie einer Exzellenzauszeichnung. „Wir sind unglaublich stolz auf unsere Mannschaft!“, erklärt auch Wolfgang Schubert-Raab, Präsident vom Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB). „Nach monatelangem, intensivem Training haben alle gezeigt, dass sie zur europäischen Spitze gehören. Medaillen in gleich mehreren Gewerken – das ist eine herausragende Leistung und ein starkes Signal für den gesamten Bau-Nachwuchs.“ 

So setzte sich der 21-jährige Zimmerergeselle Linus Großhardt im Wettbewerb der Zimmerer gegen starke Konkurrenz aus sieben Ländern durch. „Mir liegt das Arbeiten mit Holz im Blut. Ich liebe den Werkstoff und die Herausforderung, die er mit sich bringt“, erklärte der baden-württembergische Zimmerer nach seinem Triumph. Drei Tage lang bewältigte er anspruchsvolle Aufgaben von der Wandschalung bis zur komplexen Dachkonstruktion und bewies höchste Präzision.

Ebenfalls Gold sicherte sich der Stuckateurgeselle Franz Lehnert aus Bayern. Mit viel Kreativität meisterte er alle fünf Module, darunter eine Trockenbaukonstruktion, ein Freestyle-Design und das anspruchsvolle Stuckmodul. „Es ist für mich der größte Traum in Erfüllung gegangen!“, resümiert der 21-Jährige nach der Siegerehrung.

Silber für Malerin und Maurer

Die baden-württembergische Malergesellin Anna Hüllner erkämpfte sich nach drei intensiven Wettkampftagen den Vizeeuropameistertitel. Mit 737 Punkten belegte die 24-Jährige den zweiten Platz und ist damit die erste deutsche Malerin seit fast 20 Jahren, die auf internationalem Parkett wieder eine Medaille gewann. „Ich habe im Wettbewerb alles gegeben. Jetzt auf dem Treppchen zu stehen und die Silbermedaille überreicht zu bekommen, werde ich nie vergessen“.

Silber errang auch der 22-jährige Maurergeselle Florian Quade aus Brandenburg. Mit exakter Ausführung beim Wappen der Stadt Herning und einem aufwendigen Wandrelief überzeugte er die Jury. „Es war ein unbeschreiblich gutes Gefühl, als mein Name aufgerufen wurde“, freut sich Quade.

Bronze und Exzellenzmedaille für Betonbauer und Fliesenleger

Bronze ging an Muhammed Ali Lamain und Louis Ritschel im Wettbewerb der Beton- und Stahlbetonbauer. In drei Modulen zeigten sie höchste Präzision bei Schalungsarbeiten und Bewehrungskonstruktionen. „Wir sind im vergangenen Jahr Vizeweltmeister geworden und haben jetzt Bronze geholt – wir sind stolz auf unsere Leistung als Team“, so die beiden Nachwuchstalente.

Einen starken Auftritt legte auch der nordrhein-westfälische Fliesenleger Luis Brauner hin. Er erreichte Rang fünf und wurde für seine 718 Punkte mit der Auszeichnung „Medaillon für Exzellenz“ geehrt. „Klar, mein großes Ziel war es, hier in Herning den Titel zu holen“, erklärt Brauner. „Auch wenn es nicht gereicht hat: Ich bin stolz auf meine Leistung“.

Welche Bedeutung haben Wettbewerbe wie die EuroSkills?

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