Akzeptanz der Recyclingbaustoffe weiter steigern

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Foto: Roland Riethmüller

Die Aufbereitung mineralischer Abfälle ist eines der großen politischen Themen. Trotzdem gibt es immer wieder Vorbehalte gegenüber der Recyclingbaustoffe. Um die Akzeptanz zu erhöhen wurde nun ein Handlungsleitfaden veröffentlicht, der informiert und Argumentationshilfen gegenüber den Auftraggebern bieten. Zusätzlich wurden die Testate für geprüfte Recyclingbaustoffe vereinheitlicht, um den konsequenten Gedanken der Kreislaufwirtschaft zu folgen.

Am Bau wird der Großteil der Rohstoffe gebunden. Doch der Rückbau setzt viele wieder frei. Allein in Nordrhein-Westfalen fallen jährlich circa 40 Millionen Tonnen mineralische Abfälle an, die meisten davon als Bau- und Abbruchabfälle. Um natürliche Ressourcen und den knappen Deponieraum zu schonen, fördert eine Aufbereitung als Ersatzbaustoff die Kreislaufwirtschaft und erfüllt damit wichtige politische Ziele.

Handlungsleitfaden für mehr Akzeptanz der Recyclingbaustoffe

Zur Steigerung der Akzeptanz dieser Recyclingbaustoffe haben die Baugewerblichen Verbände in Nordrhein-Westfalen einen Handlungsleitfaden Recyclingbaustoffe herausgegeben, der auch als Vorbild für andere Bundesländer dienen kann. Mit ihm werden Bauherren, öffentliche Verwaltungen und Bauunternehmen über die Anforderungen, Einsatzmöglichkeiten und Grundlagen der Gütesicherung der Recyclingbaustoffe informiert. Außerdem enthält er wichtige Hinweise zur korrekten, gesteinsneutralen Ausschreibung von Straßen- und Tiefbauarbeiten. Damit ist der Handlungsleitfaden gleichzeitig auch eine wichtige Argumentationshilfe für den Einsatz der Recyclingbaustoffe beim Kunden.

Fremdüberwachung der Recyclingbaustoffe zur Sicherstellung der Qualität

Der Straßen- und Tiefbau-Verband Nordrhein-Westfalen weist darüber hinaus auf die dauerhafte Sicherstellung der Qualität als wesentliche Voraussetzung für einen verstärkten Einsatz der Recyclingbaustoffe hin. Dies wird durch regelmäßige Fremdüberwachung der staatlich anerkannten Prüfstellen sowie den Kontrollen der Hersteller beziehungsweise Aufbereitern gewährleistet. Nur so ist es möglich, dass die Recyclingbaustoffe auf der einen Seite die umweltbezogenen Kriterien einhalten und auf der anderen Seite die gleichen Materialeigenschaften wie Primärbaustoffe besitzen.

Einheitliche Testate für Recyclingbaustoffe

Doch nicht nur die Erstellung des Handlungsleitfadens soll die Akzeptanz für Recyclingbaustoffe erhöhen. Das NRW-Verkehrsministerium hat zusätzlich die Prüfstelle für Baustoffe und Baustoffgemische im Straßenbau (RAP-Stra-Prüfstelle) verpflichtet, künftig zu jedem Prüfzeugnis ein einheitliches Testat auszustellen. Dieses informiert übersichtlich über Hersteller, Bezeichnung und Verwendungsmöglichkeiten der Recyclingbaustoffe. Bisher waren diese Testate unterschiedlich, was oftmals zu Unsicherheit bei Auftraggebern von Baumaßnahmen führte. Darüber hinaus werden die geprüften Recyclingbaustoffe vom Ministerium in einer Liste veröffentlicht.

Weitere Informationen:
Download des Handlungsleitfadens

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