Altbau-Modernisierung beflügelt SHK-Handwerk

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Foto: Roland Riethmüller

Nach dem ersten Quartal des neuen Jahres lohnt durchaus der Blick auf das vergangene, wie auch das aktuelle Jahr. Befragt man dazu das Sanitär-, Heizungs- und Klimahandwerk, so zeigt sich ein erfolgreicher Abschluss des Jahres 2015 mit einem anhaltend guten Start in das laufende Jahr samt weiterhin guten Erwartungen für das Jahr. Dabei sorgt vor allem die Altbau-Modernisierung für anhaltende Umsätze im SHK-Handwerk.

Man hört immer wieder und von allen Seiten, dass es der Bauwirtschaft durchaus noch sehr gut geht und die Auftragslage ungebrochen positiv ist. Dass gerade das SHK-Handwerk derart positiv gestimmt ist, liegt auch daran, dass man hier von wesentlichen Faktoren wie dem Modernisierungsgeschäft profitiert. So zeigt sich auch für das Jahr 2015 ein gesteigerter Umsatz von zwei Prozent auf 39,5 Milliarden Euro.

SHK-Handwerk seit Jahren im Aufschwung

Damit kann das SHK-Handwerk ein mal mehr auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken und braucht im Grunde keiner Sorge haben, dass sich daran so schnell etwas ändert. Immerhin ist diese Entwicklung schon seit einigen Jahren zu beobachten. So hält Manfred Stather, Präsident des Zentralverbandes Sanitär Heizung Klima (ZVSHK), fest: „Seit 2008 erleben wir in jedem Jahr eine steigende Wachstumskurve.“

Modernisierung vom Altbau macht 71,6 Prozent vom Gesamtumsatz

Man ist sich in der Branche aber durchaus darüber bewusst, worin dieser Erfolg begründet liegt. Denn es ist speziell das Modernisierungsgeschäft „Altbau“, der mit 71,6 Prozent Anteil am Gesamtumsatz in den vergangenen Jahren zum Hauptumsatzträger wurde.

Wenig qualifizierte Nachwuchskräfte

Dennoch stellt die Nachwuchsgewinnung eine Herausforderung dar. Neben der Tatsache, dass es nach wie vor schwer ist, überhaupt qualifizierte Kräfte zu finden. Auch bleibt die Ausbildungskurve relativ konstant und lässt noch einiges an Potenzial nach oben. So startet aus diesem Grund der ZVSHK ab dem Frühjahr 2016 eine bundesweit einheitliche Werbekampagne, welche Schüler zu einem Schülerpraktikum im SHK-Handwerk animieren möchte. Doch liegt es auch an den einzelnen Bundesländern, aktiver um Auszubildende zu werben. Denn hier zeigt sich ein deutlicher Unterschied zwischen neuen und alten Bundesländern. Während 65 Prozent der Betriebe in den alten Bundesländern junge Menschen im SHK-Handwerk ausbilden, sind es in den neuen Bundesländern gerade einmal 35 Prozent. Es wäre also erstrebenswert, wenn man hier ein ausgeglicheneres Verhältnis aufbauen könnte.

Gute Wachstumserwartungen auch für das laufende Jahr

Wenn man nochmal auf die Aussage von Stather zurückblickt, dass die Wachstumskurve seit 2008 ungebrochen ist, so überrascht es nicht, dass man auch optimistisch für das Jahr 2016 ist. Nicht nur innerhalb des ZVSHK ist man überzeugt, dass das aktuelle Jahr wieder durch Wachstum geprägt ist. Auch eine aktuelle Studie des Marktforschungsinstituts BauInfoConsult bestätigt diese Annahme. So zeigt sich gemäß einer telefonischen Umfrage unter 179 SHK-Installateuren, dass die Branche erneut sehr gute Ergebnisse für das laufende Jahr erwartet.  Für das erste Halbjahr 2016 sind die Umsatzerwartungen gegenüber dem Vorjahr ähnlich und damit stabil. Es erwarten zwei von drei SHK-Installateuren keine überragenden Umsatzsteigerungen oder -senkungen. Gut jeder fünfte Befragte rechnet dagegen aber durchaus, seinen Umsatz noch steigern zu können. Der Anteil derer, die einen echten Umsatzeinbruch erwarten, ist marginal.

Befragt zu der Gesamtstimmung für das Jahr 2016 geben die Befragten eine weitere Steigerung ihrer Erwartungen an. Immerhin ein Drittel erwartet für das komplette Geschäftsjahr eine Umsatzerhöhung gegenüber 2015. Nur noch knapp ein Prozent glaubt, dass sie mit Umsatzrückgängen zu rechnen haben.

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