Angleichung Mindestlohn bei Maler-Gesellen gefordert

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Foto: Roland Riethmüller

Während der Mindestlohn I bei Malern und Lackierern bundesweit gilt, unterscheidet der Mindestlohn II zwischen West, Ost und Berlin. Damit für Gesellen künftig ebenfalls ein einheitlicher Mindestlohn gilt, kämpft die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) aktuell für eine Angleichung. Die ersten Verhandlungsrunde ist jedoch gescheitert, der Widerstand der Arbeitgeber ist doch zu groß.

Die erste Mindestlohn-Tarifrunde im Maler- und Lackiererhandwerk ist vergangene Woche ergebnislos vertagt worden. Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) und der Bundesverband Farbe Gestaltung Bautenschutz (BV Farbe) konnten bisher keine Einigung in der Tarifverhandlung für den neuen Branchen-Mindestlohn der insgesamt 200.000 Maler und Lackierer erzielen.

Einheitliche Regelung nach 25 Jahre Wiedervereinigung notwendig

“Ein Knackpunkt der Verhandlung war die Angleichung des Mindestlohns für Gesellen im Osten an den im Westen. Wir meinen, die gleiche Bezahlung in Ost wie West ist mehr als ein Vierteljahrhundert nach der Wiedervereinigung überfällig”, erklärt der Stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende Dietmar Schäfers.

Zwar hat die IG BAU keine prozentuale Forderung gestellt, doch erwartet sie eine spürbare Annäherung zwischen Mindestlohn und Tariflohn der Maler und Lackierer. Aktuell liegt der Mindestlohn für Ungelernte in Ost und West einheitlich bei 10,10 Euro. Der Mindestlohn II für Gesellen dagegen unterscheidet sich in West 13,10 Euro, Berlin 12,90 Euro und Ost 11,30 Euro.

Geordneter Wettbewerb durch einheitlichen Mindestlohn

Obwohl schon die Ost-West-Angeichung beim Mindestlohn für Ungelernten der Maler-Branche nicht geschadet hat, wird eine weitere Angleichung für Gesellen aktuell von den Arbeitgebern abgelehnt. “Dabei ist es in ihrem eigenen Interesse, vernünftige Mindestlöhne abzuschließen”, wundert sich Schäfers. “Die gelten für alle Betriebe und ordnen den Wettbewerb in der Branche. Gleichzeitig helfen sie, den Druck auf unsere Tariflöhne zu verringern.” So hält Schäfers an dem Vorhaben fest, bis 2020 die “Lohnmauer” einzureißen.

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