Arbeitkleidung wird durch privates Waschen zum Risiko

News | Frank Kessler | 28.05.2014
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Foto: Initial Textil Service

Drei Viertel aller Arbeitskleidung wird in der heimischen Waschmaschine gewaschen. Dabei wird oft nicht zwischen Freizeit-Kleidung und Arbeitskleidung getrennt. Dies hat jedoch nicht nur unangenehme Folgen für die Waschmaschine und die anschließend darin gewaschene Wäsche, die Schutzwirkung der Arbeitskleidung ist unter Umständen nicht mehr gewährleistet. Viele Arbeitgebern sind sich darüber nicht bewusst, dass sie für das dadurch entstehende Risiko haften.

Rund 75 Prozent der deutschen Arbeitskleidung landet in der eigenen Waschmaschine. Das hat eine Studie des Nürnberger Marktforschungsinstituts GfK im Auftrag von Initial und der European Textile Service Association (ETSA) unter 1.200 Trägern von Arbeitskleidung ergeben.

Im Schnitt wird die Arbeitskleidung einmal pro Woche bei 50 Grad Celsius mit handelsüblichem Waschmittel gewaschen. In 61 Prozent der Fälle werden sogar Arbeitskleidung mit Freizeitwäsche gemischt, bis zu 14 unterschiedliche Teile der Arbeitskleidung. Den Trägern der Arbeitskleidung ist dabei nicht bewusst, dass herkömmliche Waschmittel industriellen Schmutz aus Fett, Öl oder Bitumen nicht lösen und folglich die Arbeitskleidung auch nicht vollständig sauber wird. Darüber hinaus leidet auch die heimische Waschmaschine, da sich der aggressive Dreck in der Trommel und den Schläuchen ablagert und bei jedem Waschgang die zu waschende Wäsche weiter verdreckt.

Gerade bei Schutzkleidung, die einer strengen Normung und gesetzlichen Vorgaben unterliegt, ist die mangelnde Sauberkeit jedoch nicht nur ein Aspekt der Optik. Denn hier spielt auch die Haftung eine Rolle. „Durch porös gewordenes Gewebe, geschrumpfte Hosenbeine oder eingelaufene Nähte können Gefahrstoffe leicht an die Haut gelangen und dort Verletzungen verursachen. Arbeitskleidung sollte daher immer von Fachbetrieben gewaschen und gepflegt werden“, erläutert Benedikt Bones, Segment Manager PSA beim Kölner Textildienstleister Initial. Denn die fachgerechte Pflege der Arbeitskleidung erhöht sowohl die Lebensdauer der Schutzkleidung wie die des Trägers.

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