Ausbildung im Elektrohandwerk: was junge Menschen anzieht

Ausbildung im Elektrohandwerk was junge Menschen anzieht
Foto: Roland Riethmüller

Im Elektrohandwerk steigen die Lehrlingszahlen, denn immer mehr junge Menschen entscheiden sich für eine Ausbildung in diesem Gewerk. Im Jahr 2022 war wiederholt ein Anstieg zu verzeichnen. Hier zeigt sich, dass die Marketingstrategien der Branche ihre Wirkung nicht verfehlt haben. Erfreulich ist auch, dass die Zahl der weiblichen Auszubildenden beim E-Handwerk überproportional zugelegt hat. Das führt zu einem Anstieg beim Lehrlingsbestand.

Die Ausbildungszahlen im Elektrohandwerk steigen stetig. Zum achten Mal in Folge sind die Zahlen auch im Jahr 2022 angestiegen. Das liegt an der Attraktivität des Elektrohandwerks und dessen Ausbildung. Einen kräftigen Anstieg gab es bei den Neuverträgen. Der Anteil der weiblichen Azubis stieg somit um 4,8 Prozent. Das Elektrohandwerk bekommt Rückenwind von der Digitalisierung und der Energiewende. Das vergangene Jahr bescherte der Branche gestiegene Umsätze und ein Wachstum der Beschäftigten. Beim Nachwuchs war die Entwicklung ebenfalls positiv.

Im Elektrohandwerk als Klimaschützer arbeiten

Im letzten Jahr haben sich 15.521 junge Menschen für eine Ausbildung im E-Handwerk entschieden. Das ist gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 2,6 Prozent. Damit ist die Zahl der Neuverträge sogar deutlich höher, als noch vor den Zeiten der Corona-Pandemie. In den Pandemiejahren gab es nur eingeschränkte Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme zwischen Arbeitgeber und Auszubildenden. Das hat sich auf die Neuvertragszahlen ausgewirkt. Das Wachstum stimmt die Branche optimistisch, denn es zeigt, dass durch das Nachwuchsmarketing die jungen Menschen angesprochen wurden. Die jungen Menschen haben jetzt Interesse daran, als Klimaschützer im Einsatz zu sein.

Am beliebtesten ist der Fachbereich Energie- und Gebäudetechnik

Maßgeblich am Wachstum beteiligt ist der Bereich Energie- und Gebäudetechnik. Hier stieg die Zahl der Neuverträge um 403 auf 13.850. Das ist ein Plus von drei Prozent. Einen starken Zuwachs von 16,8 Prozent gab es im Bereich Gebäudesystemintegration. 153 Menschen haben sich für diesen neuen E-Beruf im Elektrohandwerk entschieden. Im Hinblick auf die Energiewende hat das eine besondere Bedeutung. Bei den Berufen „Informationselektroniker/-in“ sowie Elektroniker/-in für Maschinen und Antriebstechnik gab es indes leichte Rückgänge. Im Gegensatz dazu legte die Zahl der Frauen im Elektrohandwerk, die eine Ausbildung begannen, um 4,8 Prozent zu. Diese Entwicklung wirkte sich auch positiv auf den Lehrlingsbestand aus. Denn insgesamt 45.967 junge Menschen befanden sich im Jahr 2022 in einer Ausbildung.

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