Ausbildungsberufe am Bau: wo wird am besten bezahlt?

News | Frank Kessler | 25.01.2021
Ausbildungsberufe am Bau: wo wird am besten bezahlt?
Foto: Roland Riethmüller

Mit Hilfe einer interaktiven Grafik vergleicht eine aktuelle Studie die mittleren Bruttolöhne in verschiedenen Berufen. Es zeigt sich, dass bei den Ausbildungsberufen der Baubranche der Gleisbau weit vorne liegt. Im Vergleich zu dem am schlechtesten bezahlten Ausbildungsberuf im Baugewerbe verdient man hier monatlich über 1.000 Euro mehr. Nur in einem Bau-Ausbildungsberuf ist die Bezahlung noch besser.

Der Einfluss des Fachkräftemangels auf die Löhne ist das Thema einer aktuellen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). So zeigt sich anhand einer interaktiven Grafik, dass sich der Fachkräftemangel auch auf die Entwicklung der Löhne am Bau auswirkt. Dabei sind die Arbeitnehmer in der Wasserversorgungs- und Abwassertechnik die absoluten Spitzenverdiener bei den Bau-Ausbildungsberufen. Während die Beschäftigten im Gleisbau im Mittel mit einem Bruttolohn von 3.637 Euro/Monat nach Hause gehen, sind es in der Wasserversorgungs- und Abwassertechnik 3.789 Euro/Monat. Ebenfalls über der Marke von 3.500 Euro/Monat liegen unter anderem der Kanal- und Tunnelbau (3.574 Euro/Monat), die Vermessungstechnik (3.550 Euro/Monat) sowie die Ver- und Entsorgung (3.535 Euro/Monat). Finanziell weniger lohnend ist dagegen der Bau-Ausbildungsberuf des Maurers mit einem mittleren Bruttolohn von 3.214 Euro/Monat. Als Zimmerer verdient man im Schnitt 3.153 Euro/Monat, während ein Dachdecker einen Lohn von 3.062 Euro/Monat erhält. Betrachtet man nur Ostdeutschland, so zeigt sich nach wie vor ein Lohngefälle, denn hier verdienen Dachdecker als mittleren Bruttolohn nur 2.513 Euro/Monat.

Im unteren Segment liegen Löhne nur knapp über 2.600 Euro

Wieder bezogen auf Gesamtdeutschland, übersteigen die Löhne in diversen Berufen nur knapp die Marke von 2.600 Euro/Monat. Das gilt zum Beispiel bei den Parkettlegern mit einem Bruttoverdienst von 2.603 Euro/Monat, im Aus- und Trockenbau mit 2.610 Euro/Monat sowie im Rollladen- und Jalousiebau mit 2.645 Euro/Monat. Gar unter die Marke von 2.500 Euro rutscht der mittlere Bruttoverdienst mit 2.469 Euro/Monat beim Ausbildungsberuf des Bodenlegers. Auffällig ist hier: Bodenleger ohne Ausbildung verdienen im Mittel mit 2.422 Euro /Monat nur geringfügig weniger. In anderen Bauberufen zeigt sich dagegen, dass sich eine Ausbildung durchaus rechnet. So verdient man im Aus- und Trockenbau ohne Ausbildung beispielsweise nur 2.370 Euro/Monat statt 2.610 Euro/Monat im Ausbildungsberuf.

Mit Fortbildung und Bachelor steigen die Verdienste

Eine Fortbildung oder ein Abschluss als Bachelor kann den Bruttolohn im Vergleich zum Ausbildungsberuf deutlich steigern. Während man mit einer Ausbildung im Tiefbau 3.208 Euro/Monat verdient, sind es als Aufsichtskraft mit einer Fortbildung oder einem Bachelor bereits 4.981 Euro/Monat. Bezogen auf alle Bauberufe - unabhängig vom Ausbildungsgrad - sind die Beschäftigten mit Master oder Diplom im Tiefbau die Spitzenverdiener. Sie kommen auf einen mittleren Bruttoverdienst von 5.558 Euro/Monat. Dahinter positioniert sich die Ver- und Entsorgung, wo mit einem Master oder Diplom im Mittel 5.484 Euro/Monat verdient werden.

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