Autobahn am Limit: Bauwirtschaft fordert finanzielle Rettung

Foto: perutskyy / envatoelements

Die deutschen Bundesfernstraßen und insbesondere die Brücken sind marode. Angekündigt waren 4000 Modernisierungen an Autobahnbrücken. Doch jetzt hat die Autobahn Gesellschaft des Bundes bekannt gegeben, dass fast zehn Milliarden Euro für den Bundesfernstraßenbau fehlen. Die Bauwirtschaft ist durch diese Entwicklung beeinträchtigt, denn es wurde aufgrund der Zusage der Politik Kapazitäten für den Ausbau geschaffen. Ein Stillstand kann der Bauwirtschaft nicht zugemutet werden.

Für den Ausbau der Fernstraßen fordert die Bundesvereinigung mittelständischer Bauunternehmer (BVMB) eine Finanzspritze. Hintergrund ist die Warnmeldung der Autobahn Gesellschaft über ein Finanzloch in Höhe von 9,7 Milliarden Euro. Besonders die Brücken müssen saniert werden. „Das ist eine mittlere Katastrophe, die wir so fast schon prophezeit haben“, reagiert der zuständige BVMB-Geschäftsführer Daniel Jonas. BVMB-Hauptgeschäftsführer Michael Gilka fordert parallel die Bundesregierung auf, massiv nachzubessern: „Hier geht es nicht um einen Schönheitswettbewerb, hier geht es schlicht um elementare Notwendigkeiten, damit unsere Infrastruktur und Wirtschaft keinen massiven Schaden erleiden.“ Die Bauwirtschaft hatte aufgrund der Sanierungsankündigung der Bundesregierung Kapazitäten ausgebaut. Die dürfen jetzt nicht stillstehen.

Bundesfernstraßenbau – Mehrfach verlässliche Finanzmittel gefordert

Gilka betont in diesem Zusammenhang ebenfalls, dass man schon seit längerem eine verlässliche Finanzausstattung für den Bundesfernstraßenbau gefordert hätte. Es wurde bewusst eine langfristige Bereitstellung der Mittel eingefordert, damit die Bauaufträge gesichert seien. Jetzt seien leider die Befürchtungen wahr geworden. Die große Finanzlücke ist eine Katastrophe für das Land und insbesondere für die Bauwirtschaft. Das Land lebt von seinem Personen- und Güterverkehr. Nur so könne das Land und die Wirtschaft profitieren. In der Vergangenheit hätten oftmals Sperrungen gezeigt, welche drastischen Folgen das haben kann. Mitunter dauert es Jahre, bis der Ersatzbau endlich fertiggestellt sei. Aktuell gäbe es an den deutschen Autobahnen über 4.000 Bauwerke, die modernisiert werden müssen. Bis zum Jahr 2028 müssten rund 5,5 Milliarden Euro zusätzlich bereitgestellt werden.

Bauwirtschaft leidet unter der Unzuverlässigkeit der Regierung

Die Bauwirtschaft ist von der Unzuverlässigkeit der Regierung deutlich beeinträchtigt. Die vielfach mittelständischen Straßen- und Brückenbauer orientieren sich am Bedarf. Zuvor hatten die Betriebe für den Bundesfernstraßenbau ihre Kapazitäten massiv ausgebaut. Es dürfe nicht sein, dass diese bestellten Kapazitäten für den Bundesfernstraßenbau von der Autobahn Gesellschaft nicht abgerufen werden. Auf Dauer sei somit der Bestand der Bauunternehmer gefährdet. Gefordert werde deshalb eine beständige Finanzspritze für den Bundesfernstraßenbau. Die von Bundesminister Wissing ins Spiel gebrachte Fondslösung könnte eine Lösung für den Bundesfernstraßenbau sein.

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