Bahnbau verschoben: Bauwirtschaft warnt vor Folgen

Foto: zeffss / envatoelements

Die Bauwirtschaft warnt vor einer Verschiebung der Pläne für die angekündigte Mobilitäts- und Verkehrswende. Die bahneigene Infrastrukturgesellschaft DB InfraGO AG hat darüber informiert, dass sich die Pläne für den Bahnbau in den Herbst verschieben würden. Für die Baubahnunternehmen ist das nicht zumutbar. Die Bauwirtschaft hat eigens dafür extra Kapazitäten bereitgestellt. Es mangelt jetzt an Verlässlichkeit des Bauprogramms.

Die bahneigene Infrastrukturgesellschaft DB InfraGO hat darüber informiert, dass sich die Pläne für den Bahnbau in den Herbst verschieben würden. „Das ist fatal“, warnt Michael Gilka, Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung Mittelständischer Bauunternehmen (BVMB), bereits geplante Bahnbauprojekte jetzt erneut auf die lange Bank zu schieben. „Wann bekommt auch die Bauwirtschaft von der Bundesregierung endlich die Verlässlichkeit, die wir dringend brauchen, um vernünftig Kapazitäten aufbauen zu können?“

Für die Bahnbauunternehmen ist das unzumutbar

Aktuell fehlen der Deutschen Bahn 17 Milliarden Euro, um alle zugesagten Sanierungsobjekte umzusetzen. Trotzdem will man an den Projekten festhalten. Doch die Pläne verschieben sich bis in den Herbst. Dabei sei es unklar, um welchen Zeitraum es eigentlich geht, betont Gilka. Für die Bahnbauunternehmen sei dieser Zustand unhaltbar. Zum einen wird von der Bauwirtschaft erwartet, dass sie für die Projekte im Bahnbau zusätzliche Kapazitäten bereithält. Zum anderen gibt es für die Bauwirtschaft keine Verlässlichkeit über das Bauprogramm für die nächsten Jahre. Somit wird es schwer, Vertrauen aufzubauen. Ein Gelingen der Sanierung des Schienen- und Verkehrsnetzes wird dadurch infrage gestellt. In diesem Zusammenhang kritisiert die Bauwirtschaft erneut, dass sie vom Verkehrsministerium nicht im Sektorbeirat der DB InfraGO berücksichtigt sei. „Genau dort müsste nämlich mit der DB InfraGO abgestimmt und abgewogen werden, wann was und wie viel Volumen gebaut werden muss, wie viel Baustellen der Betrieb ertragen kann, welche Planungen und Genehmigungen konkret für Projekte vorliegen und welche Kapazitäten bei wem aufgebaut werden müssen, um die Projekte erfolgreich umzusetzen“, fordert Gilka.

Bahnbau – Unzuverlässige Verkehrspolitik

Die BVMB hatte erst vor kurzem einen Masterplan gefordert. Darin sollten Maßnahmen zum Bahnbau enthalten sein, die dazu beitragen, dass die Bauwirtschaft wieder auf die Beine kommt. Damit die deutsche Wirtschaft zuverlässig arbeiten kann, ist ein vernünftiges Schienennetz die wesentliche Grundlage. Fatal wäre es, wenn die dafür vorgesehenen Finanzmittel teilweise gestrichen und gekürzt werden. Es wird deshalb ein verlässliches Finanzprojekt gefordert. Ohne dieses kann der Bahnbau nicht funktionieren.

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