Barrierefreiheit profitiert vom Bad

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Foto: KfW-Bildarchiv / Fotograf: Thomas Klewar

Unsere Gesellschaft wird immer älter und zu wenig junge Menschen kommen nach. Mit dieser Entwicklung sind unterschiedliche Probleme verbunden, die man aber auch für sich nutzen kann, wenn man es dann richtig anstellt. Gerade bei der Barrierefreiheit kann vor allem das Handwerk von der gesellschaftlichen Situation profitieren. Speziell beim Bad liegt hier das größte Potenzial.

Der demografische Wandel lässt sich nicht aufhalten und wird auch noch eine Weile präsent sein. Nun kann man natürlich darüber lamentieren, dass wir dadurch einen Fachkräftemangel haben etc. Doch man muss auch die Chancen erkennen, die in dieser Entwicklung liegen. So wird Barrierefreiheit und das barrierefreie Bauen immer bedeutender und folglich sollte man schon in jungen Jahren über diese Baumethode nachdenken. Denn ist man erst alt, fehlt entweder das nötige Kapital oder aber es muss mit einem Mal ganz schnell gehen mit der Umsetzung.

Dass die Sanierung und Modernisierung auch bei Bestandsbauten immer mehr im Trend liegen, zeigt sich schon länger. Dennoch ist es oft der energetische Aspekt, auf den die Menschen dabei Wert legen. Doch auch Barrierefreiheit sollte dabei nicht vergessen werden. Schließlich ist man nicht immer so mobil, wie zum Zeitpunkt der Maßnahmen.  Es lohnt sich also, mit Weitsicht über Maßnahmen zur Barrierefreiheit nachzudenken. Ganz gleich, ob beim Neubau oder Modernisierung bzw. Sanierung. Vor allem das SHK-Handwerk kann im Bereich der Barrierefreiheit profitieren, wenn es von Beginn an schon durch kompetente Beratung an den Kunden herantritt.

Barrierefreiheit ist natürlich ein weitläufiger Begriff, unter den verschiedene Dinge fallen können. Insbesondere die Sanierung von Bädern ist dabei allerdings am häufigsten vertreten. Wodurch das Bad immer öfter tatsächlich ein Schlüsselfaktor ist. Im Jahr 2012 beispielsweise wurden gut 480.000 private Bäder saniert, immerhin ein Drittel davon auch altersgerecht. Bedenkt man bei diesen Zahlen allerdings, dass man bis zum Jahr 2030 zusätzlich drei Millionen Wohnungen barrierefrei bauen möchte, müssten demnach jedes Jahr mehr als 175.000 Wohnungen nach den Grundzügen der Barrierefreiheit gebaut werden.

Bei solchen Zahlen sollte sich wirklich jeder, der sich mit dem Neubau-, Sanierungs- oder Modernisierungsgedanken auseinandersetzt, ernsthaft über altersgerechte Maßnahmen nachdenken. Es mag sein, dass man zum Zeitpunkt der Entscheidung über geeignete Maßnahmen noch weit entfernt ist vom hohen Alter, doch schon ein Unfall o.ä. kann die Barrierefreiheit schneller als erwartet notwendig werden lassen.

Nachdem in den letzten Jahren die Attraktivität am altersgerechten (Um)bauen  durch mangelnde steuerliche Anreize oder andere finanzielle Unterstützung stark nachgelassen hat, zeichnet sich hier langsam eine Veränderung ab. Die KfW setzt sich derzeit wieder dafür ein, dass das Kreditprogramm „Altersgerechtes Umbauen“ wieder vorangetrieben wird. Diese Förderung fiel durch politische Entscheidungen in der Vergangenheit weg.

Wer sich also konkret mit solchen Maßnahmen auseinandersetzt, sollte stets auch den SHK-Fachmann zu Rate ziehen. Je früher er in solche Projekte involviert wird, desto erfolgreicher werden diese am Ende auch umgesetzt werden können. Und wer glaubt, dass barrierefrei immer auch behindertengerecht gleichkommt, der täuscht. Heutzutage gibt es viele Arten von Barrierefreiheit und barrierefreiem Bauen, das außerordentlich ästhetisch ist.

Unsere aktuelle Umfrage:
Wird Barrierefreiheit das SHK-Geschäft wiederbeleben?

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