Baubetriebe in Gefahr: steigende Cyberbedrohung im Mittelstand

News | Frank Kessler | 22.12.2020
Baubetriebe in Gefahr: steigende Cyberbedrohung im Mittelstand
Foto: Roland Riethmüller

Das Jahr 2020 hatte einige Herausforderungen auf Lager. Dabei ging eine große Bedrohung auch von Cyberkriminellen aus, deren Methoden immer perfider werden. So gehen die Kriminellen während der Corona-Pandemie besonders dreist vor, um in E-Mails an vertrauliche Daten zu gelangen. Das wird sich auch im kommenden Jahr nicht ändern, so dass sich die Baubetriebe auch im Jahr 2021 verstärkt auf neue Cyberbedrohungen einstellen müssen.

Die Cyberkriminalität ist auf dem Vormarsch, das berichten die IT-Sicherheitsexperten von Hornetsecurity und fokussieren sich in ihrem neuen “Cyberthreat Report 2nd Edition 2020” auf das wichtigste Einfallstor für Cyberkriminelle: die E-Mail-Kommunikation. So haben sich bereits in diesem Jahr die Cyberkriminellen bei Betrieben aus dem Baugewerbe hohe Summen ergaunert. Besonders gefährlich ist die Gruppe, die hinter dem Makrovirus “Emotet” steckt. Nachdem die Verbreitung am 7. Februar gestoppt werden konnte, flammten die Aktivitäten am 17. Juli 2020 erneut auf. Die Kriminellen setzen dabei auf die Corona-Pandemie und versenden thematische Phishing-Mails an die Unternehmen, um an vertrauliche Daten zu kommen. Bei Phishing-Mails werden vertrauensvolle Webseiten, E-Mails oder Kurznachrichten gefälscht, um an sensible Daten wie Passwörter, Kreditkartennummern oder ähnliches zu kommen. Konkret wurden die Betriebe in den gefälschten E-Mails aufgefordert, bestimmte Webseiten zu öffnen. Diese sollten angeblich Maßnahmen enthalten, um sich vor einer Infektion mit dem Coronavirus zu schützen. Auf diese Weise gelangt beim Öffnen der E-Mail unbemerkt Schadsoftware auf das IT-System des betroffenen Unternehmens.

Neue Methode Ranshameware

Eine der gefährlichsten Schadsoftware ist Ransomware. Diese Erpressungssoftware verursacht jedes Jahr einen sehr hohen Schaden für die betroffenen Unternehmen. Weltweit wird mit einem Schaden von 17 Milliarden Dollar gerechnet. Die Software spioniert sensible Daten aus und verschlüsselt sie. Nur gegen eine Zahlung von Lösegeld werden die Daten dann wieder freigegeben. Einige Hackergruppen haben ihre Strategie ausgeweitet. Bevor die Daten verschlüsselt werden, kopieren die Kriminellen diese auf Server und drohen damit, diese auf "Public Shaming"-Seiten zu veröffentlichen. Diese Angriffe werden als "Ranshameware" bezeichnet. Es gibt jedoch auch Bedrohungen, denen sich die Unternehmen bewusst sein sollten.

So können sich die Unternehmen schützen

Gegen Cyberbedrohungen können sich die Unternehmen schützen. Dazu bedarf es eines tiefgehenden KI-gestützten Filtersystems. Dieses muss in der Lage sein, alle Malwarearten zu erkennen und sofort unschädlich zu machen. Hornetsecurity hat dafür den cloudbasierten Service Advanced Threat Protection entwickelt, der mit Freezing, URL-Scanning, Rewriting und Sandboxing auch die bestgetarnten Bedrohungen identifiziert und von der IT-Infrastruktur fernhält. Nur mit dem richtigen Schutz, können sich die Unternehmen vor Cyberkriminalität entsprechend schützen.

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