Baubetriebe meist nur in einem Gewerk aktiv

News | Frank Kessler | 17.10.2016
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Foto: Roland Riethmüller

Betrachtet man die Struktur der Handwerksbetriebe in Deutschland, so fällt auf, dass die überwiegende Zahl der Baubetriebe weniger als fünf Mitarbeiter beschäftigt. Man sollte also nicht unterschätzen, welche Bedeutung diese Betriebe für die Bauwirtschaft haben. Umso wichtiger ist es aber auch, über die Tätigkeitsbereichen der Baubetriebe Bescheid zu wissen und etwaige Überschneidungen der Arbeitsprofile zu kennen.

Die Kleinstbetriebe mit bis zu maximal fünf Mitarbeitern bilden mit gut zwei Dritteln der Handwerksbetriebe in Deutschland den größten Anteil und sind damit tatsächlich sehr dominant. Ähnlich wie beim Phänomen der "Mobilen Generalisten" weiß man bisher nicht allzu viel über ihre besonderen Eigenschaften oder in welchen Tätigkeitsbereichen es unter Umständen eine Konkurrenz unter diesen Betrieben gibt. Das Marktforschungsinstitut BauInfoConsult hat genau das nun in einer aktuellen Studie näher betrachtet.

Nur bei Putz- und Bodenverlegungsarbeiten Konkurrenz untereinander

Für die Studie wurden insgesamt 753 Bauunternehmen, Fliesen- und Bodenleger, Maler und Trockenbauer, Tischler/Schreiner und SHK-Installateure befragt. Dabei zeigt sich auch, dass die Mehrzahl der Kleinstbetriebe im Umfeld der Wartungs-, Modernisierungs- und Sanierungsarbeiten aktiv sind. Hierbei werden in der Regel meist kleine Aufträge von bis zu 2.000 Euro Auftragswert vergeben.

Ins Handwerk eines anderen Gewerks pfuscht dabei im Grunde niemand, da jeder in seinem eigenen Arbeitsspektrum bleibt. Überschneidungen finden sich nur bei Arbeiten wie dem Innen- und Außenverputzen, dem Verlegen von Parkett, Laminat, Teppich, PVC und Estrich. Hier sind in der Praxis tatsächlich mindestens zwei Gewerke tätig.

Schwarzarbeit bildet größtes Problem

Ein viel größeres Problem sehen die Betriebe in der Schwarzarbeit, welche vor allem immer wieder durch die Konkurrenz aus den Nachbarländern begünstigt wird. Hier sieht sich in der Umfrage immerhin jeder zweite Befragte bedroht.

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