Baubranche vom Online-Handel nicht überzeugt

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Foto: Alexander Klaus / pixelio.de

Obwohl Online-Shopping immer mehr an Bedeutung gewinnt, dominiert in der Baubranche große Skepsis. Mehr als die Hälfte der Befragten sieht Defizite in der Beratung und zieht daher den Besuch oder den Anruf beim Baustoff-Fachhändler des Vertrauens vor. Und obgleich SHK-Installateure dem Online-Handel deutlich aufgeschlossener sind als Bauunternehmer, so halten viele das virtuelle Shopping für aufwändiger.

Die Baubranche ist vom Online-Handel von Baustoffen immer noch nicht ganz überzeugt, das ergab eine Umfrage des Düsseldorfer Marktforschungsinstituts BauInfoConsult unter 180 Niederlassungen des SHK-Großhandels und rund 170 Verarbeitern.

Bei den Herstellern herrscht mit 44 Prozent zwar Zuversicht über den weiteren Ausbau des Online-Vertriebskanals, aber dennoch zweifeln grundsätzlich 52 Prozent wegen mangelnder Beratungsmöglichkeit. Denn gerade die Beratung ist für viele Hersteller das wichtigste Differenzierungsmerkmal, um bei professionellen Kunden punkten zu können.

Während im SHK-Großhandel immer wieder die Konkurrenz aus dem Internet beklagt wird, unterstützen rund 30 Prozent der befragten Händler selbst den Trend mit eigenen Online-Shops. Bei weiteren 11 Prozent ist darüber hinaus die Einführung eines Online-Shops in Planung.

Auch bei den rund 170 Bauunternehmern und SHK-Installateuren zeichnet sich kein besseres Bild vom Online-Handel, obwohl hier hinsichtlich ladenöffnungszeitenunabhängiger Einkäufe bzw. Bestellungen der größte Vorteil zu erwarten wäre. Zwar ist die SHK-Branche dem Online-Shopping deutlich aufgeschlossener als das sonstige Bauhandwerk, aber dennoch präferieren immer noch viele Verarbeiter den Besuch oder Anruf bei ihrem Baustoff-Fachhändler oder SHK-Großhändler. Während 34 Prozent der Bauunternehmer und 17 Prozent der SHK-Installateure Online-Shopping komplett ablehnen, würden lediglich 6 Prozent der Bauunternehmer und 18 Prozent der SHK-Installateure ganz sicher online kaufen. Als Gegenargument wurde immer mangelnde Service und Mehrarbeit genannt: 39 Prozent der Verarbeiter geben lieber einfach eine Ausschreibung ab, 22 Prozent der SHK-Installateure und 35 Prozent der Bauunternehmer halten es grundsätzlich für zu aufwändig, selbst Produkte raussuchen zu müssen und 19 Prozent der SHK-Installateure und 30 Prozent der Bauunternehmer bestellen lieber im persönlichen Dialog.

Auch wenn die Bedeutung des Online-Handels weiter steigt, so müssen im Baugewerbe erst Mehrwerte für die flächendeckende Nutzung geboten werden. Denn erst bei gesteigertem Nutzen und gesenktem Zeitaufwand werden sich Online-Shops nachhaltig in der Baubranche etablieren, prognostiziert BauInfoConsult.

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