Baubranche wünscht sich mehr Frauen am Bau

Baubranche wünscht sich mehr Frauen am Bau
Foto: Roland Riethmüller

Eine Auswertung der Bauindustrie zeigt auf, dass die Baubranche zu wenig weibliche Beschäftigte hat. Das Bauunternehmen Wolff & Müller setzt sich dafür ein, dies zu ändern und machte dies zum zentralen Thema bei der diesjährigen Zusammenkunft in Stuttgart. Mit einem Diskussionsforum will das Unternehmen den interessierten Frauen eine Austauschplattform bieten, um in der Männerdomäne Fuß zu fassen. Denn Frauen am Bau sind immer noch die Seltenheit.

Laut einer statistischen Analyse des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie (HDB) sind lediglich 13 Prozent Frauen im Baugewerbe tätig. Der Anteil an Frauen im Wirtschaftszweig Bauhauptgewerbe liegt demnach nur bei zehn Prozent. „Bei Wolff & Müller sind wir davon überzeugt, dass vielfältige Teams besser und effizienter sind”, erklärt Oliver Wilm, Geschäftsführer der Wolff & Müller Holding. “Zusätzlich wollen wir frühzeitig Auszubildende und Studentinnen für die Baubranche und unser Unternehmen begeistern.“ Bei einem gemeinsamen Austausch wurden bauspezifische Megatrends erörtert. Dazu gehörte auch „Gender Shift“ und „Individualisierung“.

Anteil an weiblichen Führungskräften steigt

Das Familienunternehmen Wolff & Müller will die Vielfalt fördern. Deshalb wird viel Wert auf Diversität, besonders im Hinblick auf Generationen, Geschlechter, Religionen und Kulturen gelegt. Dazu zählen auch Maßnahmen wie zum Beispiel Diversity-Woche, Seminare speziell für Frauen in der Bau- und Immobilienwirtschaft oder Programme zur Integration Geflüchteter in den Arbeitsmarkt. Der Anteil von Frauen lag im Unternehmen im Jahr 2021 bei rund zwölf Prozent. Wichtig ist es vor allem, Frauen für den Beruf in der Baubranche zu begeistern. Der Spruch „Frauen gehören nicht auf die Baustelle“ ist Unsinn. Gerade im Hinblick auf den Fachkräftemangel sind Frauen am Bau eine Bereicherung. Mit Pilotprojekten will man deshalb besonders den weiblichen Nachwuchs ansprechen und zu einer Ausbildung im Baugewerbe bewegen. Ziel ist es außerdem, das Image deutlich zu verbessern.

Digitalisierung spricht Frauen am Bau an

Durch die Digitalisierung sind auch neue Berufe beim Bau entstanden. Es gibt zudem attraktive Verdienstmöglichkeiten und eine Arbeitsplatzgestaltung, die familienfreundlich ist. Darüber hinaus gibt es jede Menge Zukunftsperspektiven. Besonders wichtig sind die Themen belastungsarme Arbeitsplätze durch innovative technische Lösungen, Vereinbarkeit Beruf und Familie und natürlich die Karrieremöglichkeiten. Frauen am Bau bereichern die Branche und ermöglichen durch die immer mehr fortschreitende Digitalisierung, dass sich noch mehr Frauen für eine Arbeit beim Bau interessieren.

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Frauen am Bau

Habe als Bauleiter sehr gute Erfahrungen mit Frauen auf dem Bausachverständiger gemacht, auch als Handwerker

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